23.04.2026    1 Bild

Zweigleisiger Ausbau der Südstrecke: ÖBB stellen erste Untersuchungsergebnisse in Wildon vor

  • Ausbau der Südstrecke zwischen Werndorf und Spielfeld-Straß stellt Weichen für eine moderne Bahn in der Südsteiermark
  • ÖBB präsentierten erste Untersuchungsergebnisse für Wildon

Drohnenaufnahme Bahnhof Wildon

(Wildon, 23.04.2026) In den kommenden Jahren wird die Südstrecke zwischen Werndorf und Spielfeld-Straß zweigleisig ausgebaut. Um die Bevölkerung schon frühzeitig zu informieren, fanden bereits erste Informationsveranstaltungen statt. Auch im Bereich Wildon stehen die ÖBB mit Vertreter:innen der Region in engem Austausch. Zusätzlich steht für die Bevölkerung seit letztem Jahr ein eigenes Projektbüro als Anlaufstelle zur Verfügung. Am Mittwoch wurden im Beisein von Vertreter:innen des Gemeinderates sowie der Bevölkerung erste Untersuchungsergebnisse zum Ausbau vorgestellt. Gleichzeitig kamen die ÖBB einer Forderung der Gemeinde nach, die Umsetzbarkeit einer möglichen Unterflurtrasse im Gemeindegebiet mitsamt unterirdischem Bahnhof zu untersuchen.

Oberirdischer Ausbau erweist sich als beste Variante
Dabei wurden technische, betriebliche und ökologische Kriterien untersucht. Die Ergebnisse zeigen ein deutliches Bild gegen eine unterirdische Streckenführung. Einer der Hauptgründe dafür ist die Kainach. Der Fluss müsste unterirdisch gequert werden, was mit der Vorgabe der Mindestneigung der Bahnstrecke nicht realisierbar ist. Darüber hinaus müsste die transeuropäische Bahnstrecke für mindestens drei Jahre gänzlich gesperrt werden. Weitere Faktoren wie Gefahren durch Hochwasser, Flächenverbrauch und Emissionen sprechen ebenfalls für einen oberirdischen Ausbau, wie entlang der restlichen Strecke.

Projekt im Überblick
Unabhängig davon, ergeben sich durch den zweigleisigen Ausbau viele Vorteile: Zusätzlich zum Ausbau werden die Bahnhöfe Ehrenhausen und Spielfeld-Straß erneuert, Park&Ride-Anlagen ausgebaut und Eisenbahnkreuzungen durch Über- bzw. Unterführungen oder alternative Wegeführung ersetzt. Keine Eisenbahnkreuzungen bedeuten mehr Sicherheit. Die Höchstgeschwindigkeit kann auf bis zu 160 km/h angehoben werden. Damit werden kürzere Fahrzeiten und bessere Verbindungen möglich. Gemeinsam mit möglichen Taktverdichtungen und einer besseren Erreichbarkeit der Bahnhöfe entsteht ein wesentlich attraktiveres Angebot gegenüber dem Pkw.

Aktuelle Zeitschiene
Derzeit finden Planungen und Erhebungen für die Umweltverträglichkeitsprüfung statt. Sie bildet die Basis für die weiteren Planungen und Genehmigungen. Die bauliche Umsetzung ist aus heutiger Sicht zwischen 2030 und 2039 geplant. Im Rahmen des Genehmigungs- und Planungsprozesses wird es weiterhin Informationsveranstaltungen geben, um über den Projektfortschritt zu informieren.

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Bhf Wildon
1 920 x 1 080 © ÖBB/Chris Zenz
ÖBB. Heute. Für Morgen. Für uns.
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Seit über 100 Jahren gestalten die ÖBB die Mobilität. Als umfassender Mobilitäts- und Logistikdienstleister haben die ÖBB im Jahr 2025 559 Mio. Fahrgäste und rund 79 Mio.Tonnen Güter klimaschonend und umweltfreundlich an ihr Ziel gebracht. Denn der Strom für Züge und Bahnhöfe stammt zu 100 Prozent aus erneuerbarer Energie. Die ÖBB gehören mit 94,1 Prozent Pünktlichkeit im Personenverkehr zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Mit Investitionen von mehr als fünf Mrd. Euro jährlich in die Bahninfrastruktur und Flotte bauen die ÖBB am Bahnsystem für morgen. Konzernweit sorgen mehr als 48.000 Mitarbeiter:innen bei Bus und Bahn – darunter 2.145 Lehrlinge – dafür, dass täglich mehr als 1,5 Mio. Fahrgäste sicher an ihr Ziel kommen. Die ÖBB sind das Rückgrat des öffentlichen Verkehrs und bringen als Österreichs größtes Klimaschutzunternehmen im Mobilitäts- und Logistikbereich Menschen und Güter sicher und umweltbewusst an ihr Ziel. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.