18.09.2026    4 Bilder

wegfinder Mobility Challenge in Baden: Vier Wochen neue Mobilitätserfahrungen ohne eigenes Auto

14 Haushalte testeten ihren Alltag mit Bahn, Bus, Fahrrad und Sharing-Angeboten.

Gemeinsam mit BADEN MOBIL haben die ÖBB im Rahmen der wegfinder Mobility Challenge 14 Badener Haushalte eingeladen, vier Wochen lang bewusst auf ihr eigenes Auto zu verzichten und stattdessen Bahn, Bus, Fahrrad sowie Sharing-Angebote zu nutzen. Die Aktion machte deutlich: Viele Wege des Alltags lassen sich einfacher ohne eigenes Auto bewältigen, als oftmals angenommen. Gleichzeitig half die Challenge dabei, bestehende Vorbehalte abzubauen, neue Mobilitätsangebote kennenzulernen und die eigenen Gewohnheiten zu hinterfragen.

Regelmäßige Wege funktionieren vielfach problemlos

Die Teilnehmer:innen erhielten wegfinder-Gutscheine, mit denen sie unterschiedlichste Verkehrsmittel und Sharing-Angebote testen und für ihre Alltags- und Freizeitwege nutzen konnten.

Besonders planbare Wege wie Arbeitswege, Schulwege oder Freizeitaktivitäten konnten von den meisten Haushalten ohne eigenes Auto bewältigt werden. Voraussetzung dafür waren vor allem eine gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr sowie ergänzende Angebote wie Carsharing, Bike- oder E-Scooter-Sharing.

Die Ergebnisse der Challenge zeigen einen deutlichen Wandel im Mobilitätsverhalten: Die Autonutzung sank von durchschnittlich 2,7 auf 1,2 Tage pro Woche. Das entspricht einer Reduktion um 56 %. Wurde während des Aktionszeitraums ein Auto benötigt, griffen die Teilnehmer:innen auf Sharing-Autos zurück oder nutzen Mitfahrgelegenheiten.

Besonders häufig wurden Wege zudem zu Fuß zurückgelegt, öffentliche Verkehrsmittel genutzt und das eigene Fahrrad beziehungsweise E-Bikes verwendet.

Neue Gewohnheiten und überraschende Erkenntnisse

Für viele Teilnehmer:innen war die Challenge Anlass, neue Wege auszuprobieren und eingefahrene Routinen zu überdenken. Zahlreiche Haushalte gaben an, künftig häufiger mit Bahn, Bus oder Fahrrad unterwegs sein zu wollen oder Sharing-Angebote stärker zu nutzen.

So entdeckte der Haushalt „Happyhome“ Baden neu mit dem Fahrrad. Viele Alltagswege innerhalb der Stadt wurden mit dem Rad zurückgelegt. „Baden ist mit dem Fahrrad im Alltag sehr gut machbar. Viele Routen sind wirklich toll. Ich sehe immer wieder Reiher in der Früh beim Fischen, das ist wunderschön.“ Gleichzeitig zeigte sich aber auch, dass spontane Wege mitunter schwieriger werden können. „Die Spontanität im Alltag ist ein bisschen weniger geworden. Wir finden es aber sehr spannend, den Alltag ohne Auto zu testen.“

Der Haushalt „Bob's Corner“ nutzte für größere Einkäufe oder Tierarztbesuche das Rail&Drive-Angebot, während kleinere Wege innerhalb der Stadt überwiegend zu Fuß, mit dem Fahrrad, E-Scooter oder Stadtbus erledigt wurden.

Besonders weitreichende Konsequenzen zog der Haushalt „Mondflug“ aus den Erfahrungen während der Challenge. Die Familie testete Rail&Drive und entschied sich daraufhin, ihren Verbrenner-Pkw zu verkaufen. „Tatsächlich haben wir uns entschieden, unseren Verbrenner zu verkaufen und uns ein kleineres E-Auto zuzulegen. Ganz ohne Auto wird es noch nicht gehen, aber wir werden es deutlich weniger nutzen.“

Erkenntnisse für die Mobilität von morgen

Die Erfahrungen der Teilnehmer:innen zeigen, dass der erste Schritt oft der schwierigste ist. Viele Angebote werden zwar wahrgenommen, aber selten aktiv ausprobiert. Die Mobility Challenge schuf dafür einen konkreten Anlass. Die Teilnehmer:innen entdeckten neue Routinen, gewannen Vertrauen in alternative Mobilitätsangebote und möchten diese auch künftig häufiger nutzen.

Zudem zeigen die Ergebnisse welches Potenzial in der Kombination verschiedener Mobilitätsangebote liegt. Werden Bahn, Bus, Fahrrad und Sharing-Angebote gut miteinander verknüpft, entsteht ein flexibles Mobilitätssystem, das im Alltag für viele Menschen eine attraktive Alternative zum eigenen Auto darstellen kann.

Klaus Lorenz, Projektleiter Stadtgemeinde Baden: „Viele Wege innerhalb Badens sind kurz und werden dennoch mit dem Auto zurückgelegt. Genau hier setzt BADEN MOBIL mit einer flexiblen und vernetzten Mobilität an. Die Mobility Challenge hat gezeigt, wie schnell sich Gewohnheiten verändern können, wenn attraktive Alternativen leicht zugänglich sind. Das Zusammenspiel von Sharing-Angeboten und öffentlichem Verkehr macht viele Alltagswege auch ohne eigenes Auto flexibel und unkompliziert möglich.“

Theresa Doppelbauer, ÖBB/wegfinder: „Die Mobility Challenge zeigt, dass sich Mobilitätsverhalten nicht durch Theorie, sondern durch persönliche Erfahrungen verändert. Wer Angebote wie Bahn, Bus, Fahrrad oder Sharing-Dienste im Alltag ausprobiert, entdeckt oft mehr Möglichkeiten als erwartet. Genau solche Erfahrungen helfen dabei, Hemmschwellen abzubauen und neue Mobilitätsroutinen zu entwickeln."

Bilder (4)

20260622 Abschluss Mobility Challenge
6 174 x 4 116 © kollerics
baden-challenge
6 240 x 4 160 © ÖBB
Mondflug_ECar-Sharing
2 016 x 1 512 © Mazhr
Per Rad nach Wien
1 600 x 1 200 © Peiternigl
ÖBB. Heute. Für Morgen. Für uns.
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Seit über 100 Jahren gestalten die ÖBB die Mobilität. Als umfassender Mobilitäts- und Logistikdienstleister haben die ÖBB im Jahr 2025 559 Mio. Fahrgäste und rund 79 Mio.Tonnen Güter klimaschonend und umweltfreundlich an ihr Ziel gebracht. Denn der Strom für Züge und Bahnhöfe stammt zu 100 Prozent aus erneuerbarer Energie. Die ÖBB gehören mit 94,1 Prozent Pünktlichkeit im Personenverkehr zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Mit Investitionen von mehr als fünf Mrd. Euro jährlich in die Bahninfrastruktur und Flotte bauen die ÖBB am Bahnsystem für morgen. Konzernweit sorgen mehr als 48.000 Mitarbeiter:innen bei Bus und Bahn – darunter 2.145 Lehrlinge – dafür, dass täglich mehr als 1,5 Mio. Fahrgäste sicher an ihr Ziel kommen. Die ÖBB sind das Rückgrat des öffentlichen Verkehrs und bringen als Österreichs größtes Klimaschutzunternehmen im Mobilitäts- und Logistikbereich Menschen und Güter sicher und umweltbewusst an ihr Ziel. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.