16.10.2026    3 Bilder

Villach Westbahnhof: ÖBB starten Verwertung für neues Stadtquartier

  • Klimaaktives Stadtquartier für Wohnen, Arbeiten und soziale Infrastruktur
  • Baurecht für rund 18.700 Quadratmeter großes Areal wird ausgeschrieben

Visualisierung Villach Stadtquartier Westbahnhof - Luftbild

(Villach, 16. Oktober 2026) Mit dem Start des öffentlichen Bieterverfahrens setzen die ÖBB einen entscheidenden Schritt in der Entwicklung des Stadtentwicklungsgebiets Westbahnhof Villach. Auf dem rund 18.700 Quadratmeter großen ehemaligen Bahnareal, soll ein neues Stadtquartier mit Wohnraum, Arbeitsplätzen, sozialer Infrastruktur sowie qualitätsvollen Frei- und Grünräumen entstehen. Für die Fläche zwischen Italiener Straße, Steinwenderstraße und der Bahnstrecke wird nun ein Baurecht für die Dauer von 80 Jahren vergeben.

 

Neues Stadtquartier in zentraler Lage

Das Entwicklungsgebiet liegt in innerstädtischer Lage in unmittelbarer Nähe zum Villacher Westbahnhof. Der Hauptplatz ist rund einen Kilometer entfernt, der Stadtpark rund 200 Meter. Durch den nahe gelegenen Bahnhof, sowie die Bushaltestelle “CHS Villach Westbahnhof” ist das Areal direkt an den öffentlichen Verkehr angebunden. Einkaufsmöglichkeiten, Dienstleistungsbetriebe und Bildungseinrichtungen befinden sich ebenfalls im nahen Umfeld.

Das neue Quartier soll Raum für sozialen und freifinanzierten Wohnbau, soziale Infrastruktur wie Kindertagesstätte und Kindergarten, Angebote für den täglichen Bedarf sowie innovative Arbeitsstätten schaffen. Ergänzt wird der Nutzungsmix durch öffentliche Frei- und Erholungsflächen.

 

„Mit dem Stadtquartier am Westbahnhof entwickeln wir ein zentral gelegenes ehemaliges Bahnareal zu einem lebendigen und vielfältig genutzten Teil der Stadt weiter. Wohnen, Arbeiten, soziale Infrastruktur und qualitätsvolle Freiräume werden hier miteinander verbunden. Der Start des Bieterverfahrens schafft nun die Grundlage für die nächste Phase der Quartiersentwicklung“, so Silvia Angelo, Vorständin der ÖBB-Infrastruktur AG.

 

Klimaaktive Entwicklung mit verbindlichen Qualitätsstandards

Das Projekt geht auf den europäischen Architekturwettbewerb EUROPAN E15 zurück. Die städtebaulichen und gestalterischen Grundlagen wurden in den vergangenen Jahren gemeinsam von Stadt, Land und ÖBB weiterentwickelt und in einem Qualitätshandbuch festgeschrieben. Die Entwicklung nach den Kriterien des klimaaktiv-Standards ist zudem im städtebaulichen Vertrag zwischen der Stadt Villach und der ÖBB-Infrastruktur AG verankert.

 

Der Bebauungsplan gliedert das Areal in drei Bauabschnitte. Vorgesehen sind überwiegend drei- bis fünfgeschossige Gebäude mit punktuell bis zu siebengeschossigen Gebäudeecken. Für die drei Bauabschnitte sind dauerhaft insgesamt rund 5.200 Quadratmeter Grünflächen vorgesehen.

 

Günther Albel, Bürgermeister der Stadt Villach: „Der Westbahnhof ist eines der bedeutendsten Stadtentwicklungsprojekte in Villach. Mit der geplanten Quartiersentwicklung verbinden wir geförderten Wohnbau, nachhaltige Mobilität, soziale Angebote und hohe Aufenthaltsqualität. Dieses moderne Quartier wird den wachsenden Standort Villach stärken und Raum für Begegnung, Leben und Arbeiten schaffen.“

 

Energie und Mobilität im Quartier

Für das Stadtquartier ist eine zentrale, gebäudeübergreifende Energieversorgung vorgesehen, die lokale Umweltenergie, Fernwärme und vor Ort erzeugten Photovoltaikstrom kombiniert. Herzstück des Konzepts ist ein Niedertemperatur-Energienetz, das zur Wärmeversorgung sowie zur Temperierung und Kühlung der Gebäude genutzt werden kann. Für Photovoltaikanlagen auf Dach- und Fassadenflächen ist ein mögliches Ausbaupotenzial von rund 500 bis 800 kWp vorgesehen.

Die unmittelbare Nähe zum Bahnhof und zum Busverkehr schafft gute Voraussetzungen für eine zeitgemäße Mobilität. Zudem ist die Errichtung einer zweigeschoßigen Tiefgarage Bestandteil des vorgesehenen Quartierskonzepts.

 

Öffentliches Bieterverfahren gestartet

Die Baurechtsvergabe erfolgt im Rahmen eines öffentlichen schriftlichen Bestbieterverfahrens. Interessent:innen können sich bis 17. Dezember 2026 registrieren. Verbindliche Angebote sind bis 31. März 2027 einzureichen. Das Baurecht soll mit 1. Jänner 2028 beginnen und wird für die Dauer von 80 Jahren vergeben

Die Ausschreibungsunterlagen sind über die ÖBB-Immobilienmanagement abrufbar: https://immobilien.oebb.at/de/angebote 

 

 

Bilder (3)

Visualisierung Villach Stadtquartier Westbahnhof
1 671 x 941 © ÖBB/publicoffice (Visualisierung mit KI bearbeitet)
Visualisierung Villach Stadtquartier Westbahnhof
1 024 x 1 024 © ÖBB/publicoffice (Visualisierung mit KI bearbeitet)
Günther Albel, Bürgermeister von Villach und Silvia Angelo, Vorständin ÖBB Infrastruktur AG
8 640 x 5 760 © ÖBB/Martin Hofmann
ÖBB. Heute. Für Morgen. Für uns.
ÖBB. Heute. Für Morgen. Für uns.

Seit über 100 Jahren gestalten die ÖBB die Mobilität. Als umfassender Mobilitäts- und Logistikdienstleister haben die ÖBB im Jahr 2025 559 Mio. Fahrgäste und rund 79 Mio.Tonnen Güter an ihr Ziel gebracht. Der Strom für ÖBB Züge und Bahnhöfe in Österreich stammt zu 100 Prozent aus erneuerbarer Energie. Die ÖBB gehören mit 94,1 Prozent Pünktlichkeit im Personenverkehr im Jahr 2025 zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Mit Investitionen von rund vier Mrd. Euro jährlich in die Bahninfrastruktur und Flotte (Rahmenplan 2027-2032) bauen die ÖBB am Bahnsystem für morgen. Konzernweit sorgen mehr als 48.000 Mitarbeiter:innen bei Bus und Bahn – darunter 2.145 Lehrlinge – dafür, dass täglich mehr als 1,5 Mio. Fahrgäste sicher an ihr Ziel kommen. Die ÖBB sind das Rückgrat des öffentlichen Verkehrs und bringen Menschen und Güter verlässlich an ihr Ziel. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.