v.l.n.r: Alexander Hösch, Projektleiter, Markus Lebner, Leiter Energieservices, und Karl Streimelweger, Geschäftsbereichsleiter Energie ÖBB-Infrastruktur AG
(Wien/Süßenbrunn, 1. September 2026) – Die ÖBB treiben die Energiewende konsequent voran: In Süßenbrunn geht erstmals ein Batteriespeicher in Kombination mit einer 50‑Hz‑Photovoltaikanlage in Betrieb. Damit wird Sonnenstrom nicht nur erzeugt, sondern auch gespeichert und außerhalb der Sonnenstunden lokal genutzt. Die Anlage ist ein wichtiger Schritt hin zu mehr Energieunabhängigkeit, Versorgungssicherheit und einem resilienten Wirtschaftsstandort Österreich.
Intelligente Energienutzung am Standort
Die Photovoltaikanlage in Süßenbrunn wurde bereits 2025 in Betrieb genommen. Die Anlage liefert jährlich rund 640 MWh Sonnenstrom, was dem Bedarf von etwa 160 Haushalten entspricht. Mehr als 1.300 Module wurden auf dem Dach installiert.
Der neu errichtete Batteriespeicher sorgt dafür, dass überschüssige Energie direkt vor Ort gespeichert werden kann. Dadurch steht der selbst erzeugte Strom auch dann zur Verfügung, wenn die Sonne nicht scheint.
Der Batteriespeicher mit einer Kapazität von 645 kWh und einer Ladeleistung von 324 kW erhöht dabei den Eigenverbrauch und macht den Standort unabhängiger von externen Stromquellen.
Von der Erzeugung zur intelligenten Nutzung
Mit Projekten wie in Süßenbrunn gehen die ÖBB einen entscheidenden Schritt weiter: Im Fokus steht nicht mehr nur die Erzeugung erneuerbarer Energie, sondern vor allem deren lokale Nutzung. Batteriespeicher spielen dabei eine zentrale Rolle, da sie die Stromproduktion vom lokalen Verbrauch zeitlich entkoppeln und Energie genau dann verfügbar machen, wenn sie benötigt wird.
Gerade vor dem Hintergrund volatiler Energiepreise und unsicherer Märkte gewinnt diese Form der Eigenversorgung zunehmend an Bedeutung. Die lokale Nutzung von selbst erzeugtem Strom reduziert Abhängigkeiten und stärkt die Stabilität der Energieversorgung nachhaltig.
Karl Streimelweger, Geschäftsbereichsleiter Energie, ÖBB-Infrastruktur AG, dazu: „Gerade in Zeiten geopolitischer Spannungen und volatiler Energiemärkte ist eine verlässliche und unabhängige Energieversorgung entscheidend. Mit dem ersten Batteriespeicher in Süßenbrunn zeigen wir, wie wir erneuerbare Energie nicht nur erzeugen, sondern intelligent nutzen. Das stärkt die Versorgungssicherheit der ÖBB und leistet gleichzeitig einen wichtigen Beitrag für die Energiewende in Österreich.“
Sonnenstrom als Zukunftsmodell
Die ÖBB setzen seit Jahren konsequent auf erneuerbare Energie. Mit mittlerweile mehr als 140 Photovoltaikanlagen und einem kontinuierlichen Ausbau der Stromproduktion aus Sonnenenergie wird der Anteil von regional erzeugtem Grünstrom laufend erhöht.
Der Batteriespeicher in Süßenbrunn ist Teil der langfristigen Energiestrategie der ÖBB. Ziel ist es, die Eigenproduktion von Strom aus erneuerbaren Quellen weiter auszubauen und gleichzeitig deren lokale Nutzung deutlich zu steigern.
ÖBB. Heute. Für Morgen. Für uns.
Seit über 100 Jahren gestalten die ÖBB die Mobilität. Als umfassender Mobilitäts- und Logistikdienstleister haben die ÖBB im Jahr 2025 559 Mio. Fahrgäste und rund 79 Mio.Tonnen Güter klimaschonend und umweltfreundlich an ihr Ziel gebracht. Denn der Strom für Züge und Bahnhöfe stammt zu 100 Prozent aus erneuerbarer Energie. Die ÖBB gehören mit 94,1 Prozent Pünktlichkeit im Personenverkehr zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Mit Investitionen von mehr als fünf Mrd. Euro jährlich in die Bahninfrastruktur und Flotte bauen die ÖBB am Bahnsystem für morgen. Konzernweit sorgen mehr als 48.000 Mitarbeiter:innen bei Bus und Bahn – darunter 2.145 Lehrlinge – dafür, dass täglich mehr als 1,5 Mio. Fahrgäste sicher an ihr Ziel kommen. Die ÖBB sind das Rückgrat des öffentlichen Verkehrs und bringen als Österreichs größtes Klimaschutzunternehmen im Mobilitäts- und Logistikbereich Menschen und Güter sicher und umweltbewusst an ihr Ziel. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.