02.03.2026    4 Bilder

Start Bauarbeiten für neue Bahnunterführung in Lanzenkirchen

  • Arbeiten von März 2026 bis Dezember 2027
  • Investitionssumme 7,1 Millionen Euro  

Den offiziellen Spatenstich hat Victoria Matzka-Hala, Regionalleiterin ÖBB-Infrastruktur AG, gemeinsam mit NAbg. Thomas Elian (ganz rechts), LAbg. Philipp Gerstenmayer (2.v.r.), Bgm. Bernhard Karnthaler (2.v.l.) und NÖ Straßenbaudirektor-Stv. Rainer Irschik (ganz links) vorgenommen.

Heute ist der Startschuss für die neue Bahnunterführung L4092/Hauptstraße im Gemeindegebiet von Lanzenkirchen an der Aspangbahn gefallen. Die Bauarbeiten für die Unterführung, die nach der Fertigstellung die Eisenbahnkreuzung ersetzen wird, dauern von März 2026 bis Dezember 2027, die Kosten belaufen sich auf 7,1 Millionen Euro. Den offiziellen Spatenstich hat Victoria Matzka-Hala, Regionalleiterin ÖBB-Infrastruktur AG, gemeinsam mit NAbg. Thomas Elian, LAbg. Philipp Gerstenmayer, Bgm. Bernhard Karnthaler und NÖ Straßenbaudirektor-Stv. Rainer Irschik vorgenommen.

Neue Unterführung bringt mehr Sicherheit auf Schiene und Straße

Nach der Errichtung der neuen Unterführung wird die Eisenbahnkreuzung an der Hauptstraße der Geschichte angehören. Dadurch wird auch das Risiko eines Unfalls zwischen Bahn und StraßenverkehrsteilnehmerInnen gebannt. Zusätzlich zu diesem großen Sicherheitsgewinn wird die neue Unterführung auch den Verkehrsfluss für die Autofahrer:innen erleichtern.

Victoria Matzka-Hala, Regionalleiterin ÖBB-Infrastruktur AG: „Eisenbahnkreuzungen zählen zu den sensibelsten Punkten im Verkehrssystem. Indem wir sie durch niveaufreie Lösungen ersetzen, steigern wir die Sicherheit maßgeblich und verbessern durch bauliche Maßnahmen die Qualität des Gesamtverkehrssystems nachhaltig. In Lanzenkirchen beseitigen wir mit der Errichtung einer modernen, zeitgemäßen Unterführung eine potenzielle Gefahrenquelle und erhöhen die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer:innen deutlich.“

Abgeordneter zum Nationalrat Thomas Elian: „Das gemeinsame Projekt zur Errichtung der neuen Unterführung zeigt, wie gut die Zusammenarbeit zwischen den Österreichischen Bundesbahnen, dem Land Niederösterreich und der Gemeinde Lanzenkirchen funktioniert. Mit dieser Investition erhöhen wir nicht nur die Verkehrssicherheit, sondern reduzieren auch Wartezeiten – ein Vorteil für alle, insbesondere für die Einsatzorganisationen, die im Ernstfall wertvolle Minuten sparen. Die neue Unterführung bringt Sicherheit, spart Zeit und verbessert die tägliche Mobilität – ein echter Mehrwert für die Region.“

Abgeordneter zum NÖ Landtag Philipp Gerstenmayer: „In Niederösterreich arbeiten wir konsequent daran, die Verkehrssicherheit weiter zu erhöhen. Die neue Unterführung ist ein wichtiger Schritt, weil sie einen neuralgischen Punkt entschärft und damit tägliche Wege sicherer macht. Dieses Projekt bringt einen wesentlichen Sicherheitsgewinn für die Region und sorgt dafür, dass Straße und Schiene konfliktfrei genutzt werden können – ein Plus für Familien und Pendler gleichermaßen.“

Bürgermeister Bernhard Karnthaler: "Das ist das größte Sicherheitsprojekt, das wir in Lanzenkirchen je umgesetzt haben. Hier geht es um mehr Sicherheit für unsere Bevölkerung. Keine Bahnkreuzung mehr, klare Verkehrsführung und Vorteile für Fußgänger:innen, Radfahrer:innen und Autofahrer:innen, das ist der entscheidende Punkt. Die Unterführung ist ein Meilenstein für unsere Gemeinde."

NÖ Straßenbaudirektor-Stv. Rainer Irschik: „Dem niederösterreichischen Straßendienst ist es ein großes Anliegen, Eisenbahnkreuzungen durch niveaufreie Lösungen zu ersetzen und damit die Verkehrssicherheit für motorisierten Verkehr sowie für Fußgänger und Radfahrer zu steigern. Ein durchgängiger Verkehrsfluss ohne Anhalten bedeutet nicht nur mehr Sicherheit, sondern auch weniger Emissionen. Die Errichtung des Geh- und Radwegs ist auch ein gutes Angebot an die schwächeren Verkehrsteilnehmer.“

Kosten und Finanzierung

Das Projekt wird von den ÖBB in Zusammenarbeit mit dem Land Niederösterreich und der Gemeinde Lanzenkirchen umgesetzt. Investiert werden 7,1 Millionen Euro, von denen die ÖBB 57 Prozent tragen, das Land Niederösterreich übernimmt 33 Prozent der Kosten, die Marktgemeinde Lanzenkirchen 10 Prozent.

Beeinträchtigungen während Bauarbeiten

Die Arbeiten für die Unterführung werden bis Dezember 2027 abgeschlossen sein. Die Eisenbahnkreuzung ist während der Arbeiten von 13. März 2026 bis zur Verkehrsfreigabe der Unterführung gesperrt. Es besteht ein Umleitungskonzept, wodurch der Verkehr für Anrainer:innen während der gesamten Bauzeit im angrenzenden Kreuzungsbereich aufrechterhalten wird. Die ÖBB sind bemüht, Lärmentwicklungen so gering wie möglich zu halten, ersuchen aber um Verständnis, dass diese aufgrund der durchzuführenden Maßnahmen und der dazu erforderlichen Maschinen nicht vermieden werden können.

Für die Bahnkund:innen sind an einzelnen Wochenenden Beeinträchtigungen im Personennahverkehr zwischen Wr. Neustadt Hbf und Aspang Markt zu erwarten. Betroffen sind folgende Daten: 27.3., 23:50 Uhr, bis 30.3., 4:30 Uhr; 3.4., 23:50, bis 7.4., 4:30 Uhr (Osterwochenende); 3.6., 23:50 Uhr, bis 8.6., 4:30 Uhr.

Meilensteine:

  • März 2026: Errichtung Brückentragwerk in seitlicher Lage
  • März/April 2026: Herstellen Bohrpfähle im Gleisbereich
  • Juni 2026: Einschub Brückentragwerk
  • Mai bis August 2026: Herstellen Bohrpfähle
  • Ab August 2026 bis Mai 2027: Herstellen sämtlicher Straßenbauteile inkl. Geh- und Radweg
  • Juni/Juli 2027: Herstellen Absetzbecken
  • August bis Oktober 2027: Asphaltierungs- und Komplettierungsarbeiten
  • Oktober bis Dezember 2027: Restarbeiten

Technische Daten:

  • 430 m Gesamtlänge neue Straßentrasse
  • 180 m Länge Wannenbauwerk

Bilder (4)

Lanzenkirchen Spatenstich Unterführung
4 240 x 2 832 © ÖBB, Christian Zenger
Lanzenkirchen Spatenstich Unterführung
2 620 x 3 922 © ÖBB, Christian Zenger
Lanzenkirchen Zug - EK
4 240 x 2 832 © ÖBB, Christian Zenger
Lanzenkirchen Spatenstich Unterführung
2 832 x 4 240 © ÖBB, Christian Zenger
ÖBB. Heute. Für Morgen. Für uns.
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Seit über 100 Jahren gestalten die ÖBB die Mobilität in Österreich. Als umfassender Mobilitäts- und Logistikdienstleister haben die ÖBB im Jahr 2024 511 Millionen Fahrgäste und rund 80 Millionen Tonnen Güter klimaschonend und umweltfreundlich an ihr Ziel gebracht. Denn der Strom für Züge und Bahnhöfe stammt zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien. Die ÖBB gehören mit 94 Prozent Pünktlichkeit im Personenverkehr zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Mit Investitionen von mehr als 5,4 Milliarden Euro jährlich in die Bahninfrastruktur und Flotte bauen die ÖBB am Bahnsystem für morgen. Konzernweit sorgen über 48.000 Mitarbeiter:innen bei Bus und Bahn sowie zusätzlich rund 2.000 Lehrlinge dafür, dass täglich mehr als 1,4 Millionen Fahrgäste sicher an ihr Ziel kommen. Die ÖBB sind das Rückgrat des öffentlichen Verkehrs und bringen als Österreichs größtes Klimaschutzunternehmen im Mobilitäts- und Logistikbereich Menschen und Güter sicher und umweltbewusst an ihr Ziel. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.