25.09.2026    7 Bilder

Sicherheit macht Schule: ÖBB sensibilisieren Schüler:innen für Gefahren auf Eisenbahnanlagen

Gefahren erkennen, Risiken vermeiden, sicher unterwegs sein: Mit „Sicherheit macht Schule“ sensibilisieren die ÖBB Jugendliche für richtiges Verhalten im Bahnbereich. Diesmal machte das Präventionsprogramm Station an der Sportmittelschule Neusiedl am See. 

Karin Kroneder, Leiterin Sicherheit und Qualität der ÖBB-Infrastruktur AG, Landesrätin Daniela Winkler und Margit Luisser, Direktorin NMS Neusiedl, mit Schüler:innen der NMS Neusiedl.

Wie verhält man sich richtig am Bahnsteig? Warum dürfen Gleise niemals als Abkürzung genutzt werden? Und welche Gefahren gehen von Bahnstromleitungen aus? Antworten auf diese und viele weitere Fragen erhielten die Schüler:innen der Sportmittelschule Neusiedl am See am 25. September im Rahmen eines ÖBB-Sicherheitsvortrags.

Gefahren erkennen und Unfälle vermeiden

Mit dem österreichweiten Präventionsprogramm „Sicherheit macht Schule“ kommen die ÖBB direkt in die Klassenzimmer und sensibilisieren Jugendliche für die Risiken im Umfeld von Eisenbahnanlagen bei unachtsamem oder leichtsinnigem Verhalten. Ziel ist, durch Wissen und Bewusstseinsbildung Unfälle zu verhindern. Die kostenlosen Vorträge richten sich vor allem an Schüler:innen der siebenten und achten Schulstufen und vermitteln praxisnah, wie man sich an Eisenbahnanlagen richtig und damit sicher verhält.

Im Mittelpunkt stehen Situationen, die immer wieder zu schweren Unfällen führen können. Dazu zählen das unerlaubte Queren von Gleisen, das Missachten der Sicherheitslinie am Bahnsteig und riskantes Verhalten an Eisenbahnkreuzungen. Auch das Klettern auf abgestellte Waggons ist lebensgefährlich, insbesondere durch die Nähe zu stromführenden Oberleitungen. Die Jugendlichen erfahren dabei, welche Folgen unachtsames Verhalten haben kann und wie sie ihren Schulweg sicher gestalten.

„Viele Jugendliche unterschätzen die Gefahren im Bahnbereich. Besonders die langen Bremswege von Zügen oder die Risiken durch Starkstrom-Oberleitungen werden oftmals falsch eingeschätzt. Mit unseren Vorträgen schaffen wir Bewusstsein und zeigen anhand konkreter Beispiele, wie man sich richtig verhält und gefährliche Situationen vermieden werden können“, sagt Karin Kroneder, Leiterin Sicherheit und Qualität der ÖBB-Infrastruktur AG.

Landesrätin Daniela Winkler: “Die Österreichischen Bundesbahnen sind mit ihren Transportmitteln und ihrer Infrastruktur zum überwiegenden Teil dafür verantwortlich, dass unsere Kinder und Jugendlichen sicher und verlässlich zur Schule und wieder nach Hause kommen. Wenngleich die Sicherheitseinrichtungen gut ausgebaut sind, braucht es ein gewisses Maß an Achtsamkeit bei der Benützung. Mit dieser Initiative stärkt die ÖBB, mit der Bildungsdirektion und den Schulen, das Bewusstsein dafür, Gefahren zu erkennen und sich entsprechend zu verhalten. Leichtsinn und eine zweckfremde Benützung der Einrichtungen können schwerwiegende Folgen nach sich ziehen und haben daher am Bahnhof nichts verloren.“

Margit Luisser, Direktorin NMS Neusiedl: „Unsere Schule hat eine sehr gute Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz. Ein Großteil der Kinder bewältigt den Schulweg mit der Bahn. Als Schule in einem Schulzentrum teilen sie dieses Verkehrsmittel mit rund 3.000 Schüler:innen unterschiedlicher Altersgruppen. Das Thema Sicherheit betrifft somit eine große Gruppe junger Menschen, da sie das Verkehrsmittel Bahn unmittelbar vor der Haustür haben. Das sichere Queren eines Schienenstrangs ist für unsere Jugendlichen, die teilweise auch durch elektronische Unterhaltungsmedien abgelenkt sind, ein zentraler Aspekt, der sich auf ihr Verhalten im Straßenverkehr massiv auswirkt. Ebenso ist es notwendig, Bahnhöfe als öffentliche Plätze und nicht als Spiel- und Vergnügungsorte wahrzunehmen. Somit sind wir sehr dankbar, dass sich die ÖBB dieses wichtigen Themas annimmt und mit Schüler:innen hier ganz gezielt im Rahmen eins Sicherheitsvortrags zu diesen Inhalten arbeitet. Mit Hilfe dieser Maßnahme kann es Schulen besser gelingen, das Bewusstsein für Gefahrenstellen und das kritische Betrachten des eigenen Verkehrsverhaltens in den Fokus zu rücken.“

Mehr als 14.000 Schüler:innen im vergangenen Schuljahr erreicht

Dass das Interesse an dem Programm „Sicherheit macht Schule“ groß ist und stetig steigt, zeigt ein Blick auf das vergangene Schuljahr: Im Schuljahr 2025/26 wurden österreichweit 161 Schulen besucht und rund 14.200 Schüler:innen erreicht. Insgesamt engagieren sich rund 80 ÖBB-Mitarbeiter:innen als Sicherheitsbotschafter:innen. Sie bringen ihr Wissen direkt in die Schulen und tragen so zur Unfallprävention bei.

Um noch mehr Schulen für das Thema Bahnsicherheit zu gewinnen, begleitet die ÖBB-Infrastruktur das Programm in diesem Schuljahr mit einer österreichweiten Aktion: Unter allen teilnehmenden Schulen werden drei ÖBB-Reisegutscheine im Wert von jeweils 1.000 Euro verlost.

Sicherheitstipps der ÖBB auf einen Blick

  • Gleise niemals als Abkürzung nutzen oder überschreiten.
  • Immer hinter der Sicherheitslinie am Bahnsteig warten.
  • Eisenbahnkreuzungen nur bei freier und sicherer Überfahrt queren.
  • Abstand zu Oberleitungen und Bahnstromanlagen halten.
  • Bahnanlagen sind kein Ort für Mutproben oder Social-Media-Fotos

Weitere Informationen: Sicherheit macht Schule - ÖBB-Infrastruktur AG

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ÖBB. Heute. Für Morgen. Für uns.
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Seit über 100 Jahren gestalten die ÖBB die Mobilität. Als umfassender Mobilitäts- und Logistikdienstleister haben die ÖBB im Jahr 2025 559 Mio. Fahrgäste und rund 79 Mio.Tonnen Güter an ihr Ziel gebracht. Der Strom für ÖBB Züge und Bahnhöfe in Österreich stammt zu 100 Prozent aus erneuerbarer Energie. Die ÖBB gehören mit 94,1 Prozent Pünktlichkeit im Personenverkehr im Jahr 2025 zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Mit Investitionen von rund vier Mrd. Euro jährlich in die Bahninfrastruktur und Flotte (Rahmenplan 2027-2032) bauen die ÖBB am Bahnsystem für morgen. Konzernweit sorgen mehr als 48.000 Mitarbeiter:innen bei Bus und Bahn – darunter 2.145 Lehrlinge – dafür, dass täglich mehr als 1,5 Mio. Fahrgäste sicher an ihr Ziel kommen. Die ÖBB sind das Rückgrat des öffentlichen Verkehrs und bringen Menschen und Güter verlässlich an ihr Ziel. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.