ÖBB CEO Andreas Matthä, Dritte Nationalratspräsidentin Doris Bures und Mobilitätsminister Peter Hanke (BMIMI) bei der Erstdurchfahrt durch den Semmering-Basistunnel.
(Gloggnitz/Mürzzuschlag, 19. Mai 2026) – Fast 15 Jahre nach dem Baustart ist beim Semmering-Basistunnel ein bedeutender Meilenstein erreicht: Erstmals hat eine offizielle Delegation den Tunnel von Niederösterreich in die Steiermark vollständig durchfahren. Angeführt wurde die Fahrt von Mobilitätsminister
Peter Hanke und dem Vorstandsvorsitzenden der ÖBB,
Andreas Matthä. Mit an Bord waren außerdem Nationalratspräsidentin
Doris Bures, eine von drei Tunnelpatinnen, sowie die Verkehrssprecherinnen und Verkehrssprecher der Parlamentsparteien.
Noch erfolgte die Fahrt nicht auf Schienen, sondern mit Kleinbussen – dennoch markiert sie einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur Inbetriebnahme eines der größten Infrastrukturprojekte Österreichs.
Nach den Baufortschritten der vergangenen Jahre steht nun auch der Zeitplan für die Inbetriebnahme fest: Ende 2029 sollen die ersten Züge durch den Semmering-Basistunnel verkehren. Künftig werden Reisende und Güter schneller und effizienter zwischen Niederösterreich und der Steiermark unterwegs sein – nicht mehr über den Semmering, sondern durch den Berg.
Mit der Fertigstellung des Tunnels wird ein zentraler Impuls für den klimafreundlichen Verkehr und den Wirtschaftsstandort Österreich gesetzt. Das Projekt gilt als wesentlicher Baustein für die zukünftige Mobilität auf der Südstrecke.
Mobilitätsminister Peter Hanke: „Mit dem Semmering-Basistunnel beginnt ab Ende 2029 ein neues Kapitel für die Mobilität in Österreich. Dieses Jahrhundertprojekt bringt die Menschen näher zusammen, stärkt den Wirtschaftsstandort und verlagert Verkehr klimafreundlich auf die Schiene. Die schnelleren Verbindungen auf der Südstrecke sind ein großer Gewinn für Pendlerinnen und Pendler, für die Regionen und für ganz Österreich.“
ÖBB CEO Andreas Matthä: „Der Semmering-Basistunnel markiert einen weiteren historischen Meilenstein auf unserem Weg, das Bahnland Nummer eins in Europa zu werden. Mehr Verkehr auf der Schiene bedeutet einen Gewinn für Umwelt und Wirtschaft – und für ganz Österreich. Ab Ende 2029 sind Wien und Graz dann in rund 1 Stunde und 50 Minuten miteinander verbunden.“
Tunnelpatin und Nationalratspräsidentin Doris Bures: „Nach jahrelangen Unstimmigkeiten zwischen den betroffenen Bundesländern ist es schließlich unter der Regierung Faymann gelungen, eine konsensuale Übereinkunft herzustellen. Damit war das Fundament für dieses historische Infrastrukturprojekt gelegt.“
Überblick und Ausblick Projekt Semmering-BasistunnelNach dem historischen Meilenstein Ende 2024, dem finalen Durchschlag und Abschluss aller Tunnelvortriebe, laufen derzeit im Tunnel vor allem die Arbeiten an der technischen Tunnelausrüstung sowie letzte Arbeiten an der Beton-Innenschale im Abschnitt Gloggnitz und im Bereich der Schächte in der Nothaltestelle im Fröschnitzgraben.
Seit Sommer 2025 liegt der Schwerpunkt der Arbeiten ganz auf der technischen Tunnelausrüstung der zwei Röhren. Sie werden mit allen für den Bahnbetrieb notwendigen technischen Anlagen ausgestattet; also den Gleisanlagen, Leitungen und technischen Anlagen. Aufgrund der gewaltigen Dimensionen des Tunnels sind dafür über drei Jahre notwendig, bis dann die Züge Ende 2029 durch den Tunnel fahren können.
Mehr Informationen zum Projekt und die Mediengalerie Semmering-Basistunnel finden Sie
hier.
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