Baumaschinen und Materialien werden über eine mit dem Ufer verbundene Arbeitsplattform im Wasser zu den Pfeilern transportiert.
(Mauthausen/St. Pantaleon-Erla, 02. September 2026) – Die seit August 2025 laufenden Arbeiten der ÖBB für die Pfeilerverstärkung an der Donaubrücke Mauthausen schreiten planmäßig voran. Insgesamt werden vier Strompfeiler, drei Vorlandpfeiler und die beiden Widerlager ertüchtigt, um den Tragwerkstausch der Straßenbrücke zu ermöglichen. Nach rund einem Jahr Bauzeit ziehen die ÖBB Bilanz: Erfolgreich verstärkt wurden bereits drei Vorlandpfeiler und die beiden Widerlager auf niederösterreichischer und oberösterreichischer Seite, womit die Arbeiten an Land fertiggestellt sind. Auch bei den Arbeiten an den Pfeilern im Flussbett wurden bereits wichtige Meilensteine erreicht: An zwei von vier Brückenpfeilern konnten die Arbeiten
Mitte 2026 abgeschlossen werden. Der dritte Strompfeiler wird derzeit verstärkt und soll bis Ende 2026 fertiggestellt sein. Die ÖBB schaffen so die Grundlage für den Tragwerkstausch der Straßenbrücke, welcher im Jahr 2028 durch die Länder Oberösterreich und Niederösterreich durchgeführt wird.
„Die planmäßige Fertigstellung der bisherigen Arbeiten ist ein schönes Zeichen des Fortschritts beim Vorhaben der Pfeilerverstärkung an der Donaubrücke Mauthausen. Durch die Umsetzung dieser technisch und logistisch fordernden Maßnahmen leisten wir einen gezielten Beitrag für eine leistungsfähige Bahn- und Straßeninfrastruktur zwischen Oberösterreich und Niederösterreich“ so Judith Engel, Vorständin der ÖBB-Infrastruktur AG.
„Die Sanierung der Donaubrücke Mauthausen bedeutet die Sicherstellung einer zentralen Lebensader für die Region. Dass die Arbeiten für die Ertüchtigung der Pfeiler so gut voranschreiten, bringt uns Schritt für Schritt dem Tragwerkstausch und damit einer leistungsfähigen und sicheren Verbindung für die kommenden Jahrzehnte näher“, bekräftigt LH-Stv. und Niederösterreichs Verkehrslandesrat Udo Landbauer.
„Der planmäßige Baufortschritt bei der Pfeilerverstärkung ist ein starkes Signal für die Sicherung dieser wichtigen Verbindung zwischen Oberösterreich und Niederösterreich. Die Donaubrücke Mauthausen ist unverzichtbar für Menschen und Wirtschaft in der Region, was die Pfeilerverstärkung und den anschließenden Tragwerkstausch unverzichtbar macht“, so Oberösterreichs Landesrat für Infrastruktur, Günther Steinkellner.
Große Dimensionen, präzise Arbeit
Die Pfeilerverstärkung der Donaubrücke Mauthausen erfolgt dabei an Land und im Wasser in beeindruckenden Größenordnungen. Zur Bodenverfestigung wurden mittels Düsenstrahlverfahren – einem Verfahren, bei dem Boden und Bindemittel unter hohem Druck vermischt und verfestigt werden – über 6.600 Kubikmetern Suspension eingebracht. Darüber hinaus wurden bisher rund 4.000 Kubikmeter Beton verarbeitet und knapp 600 Tonnen Bewehrungsstahl für eine Verlängerung und Verbreiterung der Pfeiler verbaut. Besonders herausfordernd sind die Arbeiten an den Pfeilern in der Donau selbst: Baumaschinen und Materialien werden über eine mit dem Ufer verbundene Arbeitsplattform im Wasser zu den Pfeilern transportiert. Der Arbeitsbereich wird anschließend mittels sogenannter „Spundwände“, also ineinandergreifender Stahlprofile, die eine dichte Wand bilden, trockengelegt. Die Bauarbeiten an den Brückenpfeilern erfordern damit an Land wie im Wasser ein hohes Maß an technischem und logistischem Geschick.
Nächste Schritte an Strompfeilern
Zurzeit wird der dritte von insgesamt vier Pfeilern im Wasser verstärkt. Mithilfe eines Spundwandkastens wird der Arbeitsbereich im Flussbett trockengelegt, sodass eine Verstärkung des Pfeilers und dessen Verankerung im Boden vorgenommen werden können. Diese umfangreichen Arbeiten starten Anfang 2027 auch beim vierten und letzten Strompfeiler, dessen Fertigstellung bis 2028 geplant ist.
Tragwerkstausch in Vorbereitung
Damit die Donaubrücke Mauthausen als zentrale Verkehrsverbindung zwischen Ober- und Niederösterreich auch in Zukunft bestehen bleibt, muss die Straßenbrücke erneuert werden. Parallel zu den Arbeiten der ÖBB laufen die Vorbereitungen der beiden Bundesländer Ober- und Niederösterreich für den Tragwerkstausch der Straßenbrücke im Jahr 2028. Der Bauauftrag wurde vor dem Sommer vergeben, aktuell laufen umfassende Vorbereitungsmaßnahmen, damit die Arbeiten noch im Herbst starten können.
ÖBB. Heute. Für Morgen. Für uns.
Seit über 100 Jahren gestalten die ÖBB die Mobilität. Als umfassender Mobilitäts- und Logistikdienstleister haben die ÖBB im Jahr 2025 559 Mio. Fahrgäste und rund 79 Mio.Tonnen Güter klimaschonend und umweltfreundlich an ihr Ziel gebracht. Denn der Strom für Züge und Bahnhöfe stammt zu 100 Prozent aus erneuerbarer Energie. Die ÖBB gehören mit 94,1 Prozent Pünktlichkeit im Personenverkehr zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Mit Investitionen von mehr als fünf Mrd. Euro jährlich in die Bahninfrastruktur und Flotte bauen die ÖBB am Bahnsystem für morgen. Konzernweit sorgen mehr als 48.000 Mitarbeiter:innen bei Bus und Bahn – darunter 2.145 Lehrlinge – dafür, dass täglich mehr als 1,5 Mio. Fahrgäste sicher an ihr Ziel kommen. Die ÖBB sind das Rückgrat des öffentlichen Verkehrs und bringen als Österreichs größtes Klimaschutzunternehmen im Mobilitäts- und Logistikbereich Menschen und Güter sicher und umweltbewusst an ihr Ziel. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.