V.l.n.r. Innenminister Gerhard Karner und ÖBB CEO Andreas Matthä bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung GEMEINSAM.SICHER
(Wien, 17. Juni 2026) - Die ÖBB und das Bundesministerium für Inneres (BMI) haben am Wiener Hauptbahnhof die Kooperationsvereinbarung im Rahmen der Initiative GEMEINSAM.SICHER unterzeichnet. Damit wird die seit 2006 bestehende Partnerschaft erneuert und weiter ausgebaut. Ziel ist ein noch stärker verankerter, gemeinsamer Rahmen für Sicherheit auf Österreichs Bahnhöfen und in Zügen.
Sicherheit als gemeinsame Aufgabe
Bahnhöfe und Züge sind hochfrequentierte öffentliche Räume, die täglich von hunderttausenden Menschen genutzt werden. Daraus ergeben sich besondere Anforderungen an Bahnbetreiber und Exekutive. Die nun unterzeichnete Vereinbarung stellt bewährte Maßnahmen auf eine noch stabilere Grundlage und entwickelt sie gezielt weiter: Dazu zählen gemeinsame Zugbestreifungen, koordinierte Schwerpunktaktionen, abgestimmte Kommunikation sowie wechselseitige Schulungen.
„Für die Sicherheit der Fahrgäste und auch der ÖBB Bediensteten ist eine enge und gute Zusammenarbeit zwischen Polizei und ÖBB unbedingt notwendig. Die neue Sicherheitspartnerschaft hat das Ziel, Straftaten zu verhindern und wenn notwendig schnell und koordiniert einzugreifen“, so Innenminister Gerhard Karner.
„Sicherheit ist das oberste Gebot der ÖBB und das klare gemeinsame Ziel dieser Vereinbarung. Wir setzen auf konsequente Prävention, frühzeitige Gefahrenerkennung und den bestmöglichen Schutz von Mitarbeiter:innen und Fahrgästen – ergänzt durch ein schnelles, eng abgestimmtes Einschreiten der Polizei im Ernstfall“, erklärt ÖBB CEO Andreas Matthä.
„Die verstärkte Polizeipräsenz in Zügen und auf Bahnhöfen ist ein wichtiger Schritt, um Fahrgäste und Mitarbeiter:innen zu schützen. Nur im Zusammenspiel mit zusätzlichem Personal in Zügen und auf Bahnhöfen lässt sich flächendeckend Sicherheit schaffen“, so Roman Hebenstreit, Konzernbetriebsratsvorsitzender der ÖBB.
Konsequenter Schutz der Mitarbeiter:innen
Übergriffe auf Bahnmitarbeiter:innen können und dürfen nicht akzeptiert werden. Seit Jahren bewegen sich solche Vorfälle in Österreich wie auch international auf einem konstant hohen Niveau und stellen ein ernstzunehmendes Problem dar. Das Aggressionspotenzial im öffentlichen Raum macht deutlich, dass umfassende Strategien und konkrete Maßnahmen notwendig sind, um die Sicherheit der Mitarbeiter:innen nachhaltig zu erhöhen.
Die ÖBB begegnen dem mit einem klaren 10-Punkte-Plan, Deeskalations- und Kommunikationstrainings sowie dem flächendeckenden Einsatz von Bodycams. Die enge Kooperation mit der Polizei – regelmäßige gemeinsame Zugbestreifungen, koordinierte Schwerpunktaktionen – ist dabei zentraler Bestandteil der Strategie.
ÖBB. Heute. Für Morgen. Für uns.
Seit über 100 Jahren gestalten die ÖBB die Mobilität. Als umfassender Mobilitäts- und Logistikdienstleister haben die ÖBB im Jahr 2025 559 Mio. Fahrgäste und rund 79 Mio.Tonnen Güter klimaschonend und umweltfreundlich an ihr Ziel gebracht. Denn der Strom für Züge und Bahnhöfe stammt zu 100 Prozent aus erneuerbarer Energie. Die ÖBB gehören mit 94,1 Prozent Pünktlichkeit im Personenverkehr zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Mit Investitionen von mehr als fünf Mrd. Euro jährlich in die Bahninfrastruktur und Flotte bauen die ÖBB am Bahnsystem für morgen. Konzernweit sorgen mehr als 48.000 Mitarbeiter:innen bei Bus und Bahn – darunter 2.145 Lehrlinge – dafür, dass täglich mehr als 1,5 Mio. Fahrgäste sicher an ihr Ziel kommen. Die ÖBB sind das Rückgrat des öffentlichen Verkehrs und bringen als Österreichs größtes Klimaschutzunternehmen im Mobilitäts- und Logistikbereich Menschen und Güter sicher und umweltbewusst an ihr Ziel. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.