08.01.2026    2 Bilder

ÖBB: Sperre der Hallerstraße für Brückentausch

 

  • Vier Nachtsperren und eine Tagsperre ermöglichen den Einbau der neuen 1.400 Tonnen schweren Bahnbrücke 
  • ÖBB bedauern die Unannehmlichkeiten und ersuchen Autofahrer:innen um Verständnis
  • Schienenersatzverkehr ist am Mittwoch ohne Probleme angelaufen

Gleiskran

(Innsbruck, 8. 1. 2026) - Seit Mittwoch in den frühen Morgenstunden wird bei klirrender Kälte wieder am Austausch der Rauchmühlbrücke an der Hallerstraße in Innsbruck gearbeitet. Die „heiße Phase“ für den Einbau der neuen Bahnbrücke in einem Zeitfenster von nur drei Wochen hat begonnen.  

 

In den kommenden Tagen wird als erster Arbeitsschritt das alte Tragwerk abgetragen. Anschließend erfolgt mit mobilen Transporteinheiten das „Einfahren“ der entlang der Hallerstraße bereits vorgefertigten neuen Brücke. Anschließend wird das neue Tragwerk mit Gleisen, Fahrleitung und allen erforderlichen Sicherheitseinrichtungen ausgerüstet. Auch an den Widerlagern der Brücke wird gearbeitet. Insgesamt dauert die nun gestartete Bauphase mit Komplettsperre der Bahnstrecke bis zum 29. Jänner. 

 

Vier Nachtsperren und eine Tagsperre 

In dieser Phase ist während mehrerer kurzer Zeitfenster auch für Autofahrer:innen die Benützung der Hallerstraße nicht möglich. Meist laufen die Bauarbeiten in den Nachtstunden, einmal ist die Hallerstraße bei der Rauchmühlbrücke auch tagsüber gesperrt.  

 

Konkret sind die Verkehrseinschränkungen von Freitag, 9.1., auf Sonntag, 11.1., jeweils zwischen 20.00 und 6.00 Uhr sowie von Mittwoch, 14.1., bis Donnerstag, 15.1., sowie Freitag, 16.1., bis Samstag, 17.1., jeweils zwischen 21.00 und 2.00 Uhr vorgesehen.  

 

Durchgehend von Sonntag, 18.1., 6.00 Uhr, bis Montag, 19.1., 05.30 Uhr, ist die Durchfahrt auf der Hallerstraße nicht möglich. Auch Linienbusse werden umgeleitet, einzelne Halte entfallen. Die ÖBB ersuchen die Fahrgäste, sich vor Fahrtantritt über die elektronische Fahrplanauskunft zu informieren. Die Sperren der Hallerstraße sind durch Hinweistafeln kenntlich gemacht. Ansonsten ist der Baustellenbereich wie in den vergangenen Monaten einspurig befahrbar. Die ÖBB ersuchen um Verständnis für die vorübergehenden Einschränkungen. 

  

Erfolgreicher Start des Schienenersatzverkehrs 

Zufrieden sind die ÖBB mit dem Anlaufen des Schienenersatzverkehrs, der die Züge auf der gesperrten Bahnstrecke ersetzt. Die Fahrgäste der Fernverkehrszüge wechseln am Hauptbahnhof Innsbruck und in Jenbach in Busse. Der Umstiegspunkt für S-Bahnen ist am Hauptbahnhof sowie in Hall in Tirol, REX-Verbindungen aus dem Unterland fahren bis zur Haltestelle Rum. Dort ist ein Wechsel auf die Linien von IVB und VVT möglich. Auf direkten Verbindungen zum Hauptbahnhof Innsbruck gelten die ÖBB-Tickets als Fahrscheine. Einzelne Züge werden durch den Umfahrungstunnel Innsbruck umgeleitet. Alle Details zu den Verbindungen und zum Ersatzverkehr finden sich in der elektronischen Fahrplanauskunft und unter Sperre Weststrecke Tirol - ÖBB 

 

Nach über 60 Betriebsjahren ist der Neubau der Brücke unumgänglich 

Rund 270 Züge fahren unter Normalbetrieb täglich über die Eisenbahnbrücke nahe der Rauchmühle über die Haller Straße. Das Bauwerk ist seit mehr als 60 Jahren enormen Belastungen ausgesetzt. Nun hat die Brücke das Ende ihrer technischen Lebensdauer erreicht und der Neubau ist unumgänglich geworden. Bereits im Frühjahr 2025 haben die ÖBB die Bauarbeiten eingeleitet. 

 

Zahlen, Daten, Fakten 

  • 2 × 50 Tonnen Bestandstragwerk abtragen 
  • 500 m³ Betoneinbau 
  • 110 Tonnen Bewehrungsstahl 
  • 225 Tonnen Stahlträger 
  • 325 m² Brückentragwerk 
  • 29 m Spannweite 
  • 11,25 m Breite einschließlich Randbalken 
  • 80 Laufmeter Randbalken, seitlich vorgefertigt 
  • 3 Stück Oberleitungsmasten, Adaptierung der Oberleitungsanlage 
  • 100 Laufmeter Gleise inkl. Schotterbett demontieren und montieren 

 

Bilder (2)

Abtrag der Gleise Rauchmühlbrücke
4 000 x 3 000 © ÖBB/Sailerbrothers
Abtrag der Gleise Rauchmühlbrücke
4 000 x 2 668 © ÖBB/Sailerbrothers
ÖBB. Heute. Für Morgen. Für uns.
ÖBB. Heute. Für Morgen. Für uns.

Seit über 100 Jahren gestalten die ÖBB die Mobilität in Österreich. Als umfassender Mobilitäts- und Logistikdienstleister haben die ÖBB im Jahr 2024 511 Millionen Fahrgäste und rund 80 Millionen Tonnen Güter klimaschonend und umweltfreundlich an ihr Ziel gebracht. Denn der Strom für Züge und Bahnhöfe stammt zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien. Die ÖBB gehören mit 94 Prozent Pünktlichkeit im Personenverkehr zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Mit Investitionen von mehr als 5,4 Milliarden Euro jährlich in die Bahninfrastruktur und Flotte bauen die ÖBB am Bahnsystem für morgen. Konzernweit sorgen über 45.500 Mitarbeiter:innen bei Bus und Bahn sowie zusätzlich rund 2.000 Lehrlinge dafür, dass täglich mehr als 1,4 Millionen Fahrgäste sicher an ihr Ziel kommen. Die ÖBB sind das Rückgrat des öffentlichen Verkehrs und bringen als Österreichs größtes Klimaschutzunternehmen im Mobilitäts- und Logistikbereich Menschen und Güter sicher und umweltbewusst an ihr Ziel. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.