Alexander Gary, Bürgermeister Schönkirchen-Reyersdorf, LAbg. René Lobner, in Vertretung von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Ludwig Deltl, Bürgermeister von Strasshof, Gernot Scheuch, ÖBB-Projektleiter, Peter Swoboda, Leiter-Stv. der NÖ Straßenbauabteilung Wolkersdorf.
(Silberwald, 13.05.2026) Ein bedeutender Meilenstein im Ausbau der Nordbahn ist erreicht: Mit der Verkehrsfreigabe der neuen Straßenunterführung im Bereich der modernisierten Haltestelle Silberwald wird nicht nur eine zentrale Verkehrsverbindung wiederhergestellt, sondern vor allem ein großer Fortschritt für die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer:innen erzielt.
Die bisherige Eisenbahnkreuzung wurde aufgelassen und durch eine moderne Unterführung mit Geh- und Radweg ersetzt. Damit gehören Wartezeiten an geschlossenen Schranken sowie potenzielle Gefahren durch Zug- und Straßenverkehr der Vergangenheit an.
Gernot Scheuch, ÖBB-Projektleiter:
„Mit der neuen Unterführung beseitigen wir einen sicherheitskritischen Punkt dauerhaft. Gleichzeitig schaffen wir mit der modernisierten Haltestelle Silberwald ein attraktives Angebot für den öffentlichen Verkehr – ein wichtiger Schritt im Ausbau der Nordbahn.“
Die Maßnahme ist Teil des umfassenden Ausbaus der Nordbahn, bei dem unter anderem sämtliche Eisenbahnkreuzungen entlang der Strecke schrittweise durch sicherere Lösungen ersetzt werden. Ziel der gesamten Modernisierung ist es, die Betriebsqualität, Kapazität und Geschwindigkeit auf der international bedeutenden Bahnverbindung zu steigern – und gleichzeitig die Sicherheit nachhaltig zu erhöhen.
LAbg. René Lobner, in Vertretung von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner: „Die Region profitiert nachhaltig: weniger Gefahrenpunkte, bessere Infrastruktur und eine höhere Lebensqualität für die Bevölkerung.“
Modernisierte Haltestelle Silberwald
Gleichzeitig mit dem Bau der Straßenunterführung wurde die Haltestelle Silberwald umfassend modernisiert: Mit barrierefreien Zugängen, zeitgemäßer Ausstattung, gegenüberliegend angeordneten Bahnsteigen und einem verbesserten Lärmschutz für angrenzende Siedlungen ist die Haltestelle nicht nur funktionaler, sondern auch deutlich attraktiver für Pendler:innen im Nah- und Regionalverkehr. Dazu tragen auch die insgesamt 240 neuen Bike&Ride-Stellplätze bei, die ab sofort zur Verfügung stehen. Nach dem Abbau des provisorischen Übergangssteg kann auch die Park&Ride-Anlage komplett fertiggestellt werden.
Außerdem wurde auf beiden Bahnsteigdächern eine Photovoltaik-Anlage installiert. Die Anlage erzeugt rund 75 MWh pro Jahr. Das entspricht dem durchschnittlichen Jahres-strombedarf von 18 Haushalten.
Investition in die Zukunft
Der Weg dorthin war für die Region mit Einschränkungen verbunden: Von Oktober 2024 bis Mitte Mai 2026 war die Bahngasse (L3025) im Bereich der Eisenbahnkreuzung vollständig für den Straßenverkehr gesperrt, begleitet von Umleitungen und provisorischen Lösungen.
Ludwig Deltl, Bürgermeister von Strasshof: „Die lange Bauzeit war für unsere Bürgerinnen und Bürger herausfordernd, deshalb gilt auch mein Dank allen Betroffenen, die hier eineinhalb Jahre einer großen Belastung ausgesetzt waren. Umso größer ist jetzt die Freude über diese sichere und zukunftsfähige Lösung sowie auch über die Barrierefreiheit, die sichere Radwegverbindung und die modern gestaltete Bahnsteigüberdachung mit integrierten Radabstellanlagen.“
Diese intensive Bauphase war jedoch bewusst gewählt, um die Arbeiten effizient und gebündelt umzusetzen. Das Ergebnis ist eine leistungsfähige Infrastruktur, die langfristig für mehr Sicherheit, flüssigeren Verkehr und höhere Lebensqualität sorgt.
Sabine Kienberger, Stadträtin in Strasshof: „Diese Investition verbessert die Verkehrssicherheit im Land Niederösterreich und die Anbindung an das Kieslingviertel. Außerdem steigert sie den Komfort der Pendlerinnen und Pendler erheblich.“
Alexander Gary, Bürgermeister von Schönkirchen-Reyersdorf: „Die neue Unterführung verbindet die Gemeinden wieder ohne Barrieren und bringt gleichzeitig ein deutliches Plus an Sicherheit für alle.“
Peter Swoboda, Leiter-Stv. der NÖ Straßenbauabteilung Wolkersdorf: „Die Umsetzung dieser Straßenunterführung ist ein wichtiger Beitrag zur modernen und sicheren Straßeninfrastruktur in Niederösterreich.“
ÖBB. Heute. Für Morgen. Für uns.
Seit über 100 Jahren gestalten die ÖBB die Mobilität. Als umfassender Mobilitäts- und Logistikdienstleister haben die ÖBB im Jahr 2025 559 Mio. Fahrgäste und rund 79 Mio.Tonnen Güter klimaschonend und umweltfreundlich an ihr Ziel gebracht. Denn der Strom für Züge und Bahnhöfe stammt zu 100 Prozent aus erneuerbarer Energie. Die ÖBB gehören mit 94,1 Prozent Pünktlichkeit im Personenverkehr zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Mit Investitionen von mehr als fünf Mrd. Euro jährlich in die Bahninfrastruktur und Flotte bauen die ÖBB am Bahnsystem für morgen. Konzernweit sorgen mehr als 48.000 Mitarbeiter:innen bei Bus und Bahn – darunter 2.145 Lehrlinge – dafür, dass täglich mehr als 1,5 Mio. Fahrgäste sicher an ihr Ziel kommen. Die ÖBB sind das Rückgrat des öffentlichen Verkehrs und bringen als Österreichs größtes Klimaschutzunternehmen im Mobilitäts- und Logistikbereich Menschen und Güter sicher und umweltbewusst an ihr Ziel. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.