ÖBB: Neue EU-Lokomotive unter dem Motto „Zugkraft für Europa“ getauft
- Bundesministerin Claudia Bauer, Patrick Lobis (EU-Kommission) und Sabine Stock (ÖBB) tauften neue EU-Lok am Wiener Hauptbahnhof
- Lok im EU-Budget-Design als Botschafterin für europäische Investitionen
- Studien zeigen starke Wirkung der Bahn für Wirtschaft und Klima
Patrick Lobis, Leiter der Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich, Sabine Stock, Vorständin der ÖBB-Personenverkehr AG und Claudia Bauer, Bundesministerin für Europa, Integration und Familie, bei der Loktaufe.
(Wien, 09. März 2026) – Die Europäische Kommission und die ÖBB haben heute am Wiener Hauptbahnhof eine neu gestaltete EU-Lokomotive präsentiert. Unter dem Motto „Zugkraft für Europa“ wurde die Lok im EU-Budget-Design feierlich getauft. An der Taufe nahmen Claudia Bauer, Bundesministerin für Europa, Integration und Familie, Patrick Lobis, Leiter der Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich, sowie Sabine Stock, Vorständin der ÖBB-Personenverkehr AG, teil.
Die Lok steht symbolisch für die Wirkung gemeinsamer europäischer Investitionen, die seit Jahrzehnten Infrastruktur, Innovation und regionale Entwicklung in Österreich und ganz Europa ermöglichen. Ein aktuelles Beispiel dafür ist die Koralmbahn. Das mit EU-Mitteln unterstützte Jahrhundertprojekt verkürzt die Fahrzeit zwischen Graz und Klagenfurt auf rund 41 Minuten. Die neue Infrastruktur ermöglicht den ÖBB deutlich schnellere Verbindungen und dichtere Takte im Süden Österreichs und schafft damit einen neuen gemeinsamen Lebens- und Wirtschaftsraum für Pendler:innen, Studierende und Unternehmen.
„Diese Lok macht sichtbar, dass Europa nicht in Brüssel beginnt, sondern dort, wo Menschen leben, arbeiten und unterwegs sind. Gerade gemeinsame Investitionen in Infrastruktur zeigen, wie europäische Zusammenarbeit unseren Alltag verbessert: Sie verbinden Regionen, stärken unseren Wirtschaftsstandort und schaffen Chancen für Unternehmen und Beschäftigte. Für ein exportorientiertes Land wie Österreich ist das entscheidend. Mit Blick auf das nächste europäische Budget ist für Österreich klar: Zugkraft für Europa bedeutet nicht mehr Geld auszugeben, sondern das vorhandene Geld sorgsam und klug einzusetzen“, sagte Europaministerin Claudia Bauer.
„Es zahlt sich aus, in der EU gemeinsam zu investieren. So bringen wir Europa voran und gehen die ganz großen Herausforderungen vereint an“, sagte Lobis. „In unzähligen kleinen und großen Projekten in Österreich stecken Mittel aus dem EU-Budget. Chancen für die Menschen, eine hohe Lebensqualität und starke heimische Unternehmen sind dabei zentrale Zielsetzungen. Österreich mit seiner starken Exportwirtschaft profitiert wie kaum ein anderes Mitgliedsland vom Binnenmarkt und damit auch von den EU-Investitionen in den anderen Mitgliedstaaten. Durch das EU-Budget werden Projekte und Investitionen möglich, die ein Mitgliedstaat alleine gar nicht oder kaum bewerkstelligen könnte.“
„Mit der neuen EU-Lokomotive bringen wir ein sichtbares Symbol auf die Schiene, das zeigt: Europäische Investitionen wirken und schaffen nachhaltigen Mehrwert für uns alle. Zahlreiche Studien belegen, dass sich Investitionen in die Schiene besonders auszahlen – sie schaffen Wertschöpfung und Arbeitsplätze, stärken die Wettbewerbsfähigkeit und leisten wirksamen Klimaschutz. Gemeinsam mit dem Bundeskanzleramt ermöglichen wir zudem Schüler:innen in Österreich attraktive Nightjet-Reisepakete nach Brüssel und machen Europa so direkt erlebbar“, so Sabine Stock, Vorständin der ÖBB-Personenverkehr AG.
Europa auf Schiene erleben
Als europäische Bahn verbinden die ÖBB zahlreiche Städte über Ländergrenzen hinweg – unter anderem mit dem ÖBB Nightjet, dem größten Nachtzugnetz Europas.
Gemeinsam mit dem Bundeskanzleramt bieten die ÖBB zudem spezielle Nightjet „Zug & Hotel“-Pakete für Schulklassen nach Brüssel an, die über die ÖBB Rail Tours gebucht werdern können. Damit können Schüler:innen Europa vor Ort erleben und europäische Institutionen kennenlernen.
Investitionen in die Bahn zahlen sich aus
Zahlreiche Studien zeigen, dass Investitionen in die Bahn besonders starke wirtschaftliche und ökologische Effekte entfalten. Eine aktuelle Analyse von Oxford Economics kommt zum Ergebnis, dass der europäische Bahnsektor rund 247 Milliarden Euro zur Wirtschaftsleistung der EU beiträgt und über 3 Millionen Arbeitsplätze sichert. Zudem hat der Sektor eine hohe Hebelwirkung: Für jeden Euro Wertschöpfung, den die Bahn direkt erzeugt, entstehen zusätzlich rund 2,7 Euro in anderen Wirtschaftsbereichen.
Gleichzeitig ist die Bahn die energieeffizienteste und klimafreundlichste Form der Mobilität. Investitionen in die Schiene stärken daher nicht nur Wirtschaft und Arbeitsplätze, sondern leisten auch einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.
Die EU-Lokomotive wird in den kommenden Monaten als rollende Botschafterin für gemeinsame europäische Investitionen unterwegs sein.
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Patrick Lobis, Leiter der Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich, Sabine Stock, Vorständin der ÖBB-Personenverkehr AG und Claudia Bauer, Bundesministerin für Europa, Integration und Familie, bei der Loktaufe.
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Patrick Lobis, Leiter der Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich, Claudia Bauer, Bundesministerin für Europa, Integration und Familie, sowie Sabine Stock, Vorständin der ÖBB-Personenverkehr AG, vor der EU-Budget-Lok.
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Die EU-Budget-Lok auf einem Gleis stehend.
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EU-Budget-Lok auf Bahnsteig
Die EU-Budget-Lok von vorne, wie sie in den Bahnhof einfährt.
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ÖBB. Heute. Für Morgen. Für uns.
Seit über 100 Jahren gestalten die ÖBB die Mobilität in Österreich. Als umfassender Mobilitäts- und Logistikdienstleister haben die ÖBB im Jahr 2024 511 Millionen Fahrgäste und rund 80 Millionen Tonnen Güter klimaschonend und umweltfreundlich an ihr Ziel gebracht. Denn der Strom für Züge und Bahnhöfe stammt zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien. Die ÖBB gehören mit 94 Prozent Pünktlichkeit im Personenverkehr zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Mit Investitionen von mehr als 5,4 Milliarden Euro jährlich in die Bahninfrastruktur und Flotte bauen die ÖBB am Bahnsystem für morgen. Konzernweit sorgen über 48.000 Mitarbeiter:innen bei Bus und Bahn sowie zusätzlich rund 2.000 Lehrlinge dafür, dass täglich mehr als 1,4 Millionen Fahrgäste sicher an ihr Ziel kommen. Die ÖBB sind das Rückgrat des öffentlichen Verkehrs und bringen als Österreichs größtes Klimaschutzunternehmen im Mobilitäts- und Logistikbereich Menschen und Güter sicher und umweltbewusst an ihr Ziel. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.