Projektleiter Dominik Lumetzberger (ÖBB Infra, re.) und Regionalmanager Marcus Ender (ÖBB Personenverkehr) informierten über die Baumaßnahmen auf der Strecke Feldkirch-Buchs und die Ersatzmaßnahmen während der Sperre
(Schaan, 29.05.2026) - Die wichtige internationale Bahnverbindung zwischen Feldkirch (Österreich) und Buchs SG (Schweiz) wird umfassend erneuert und gezielt an die Anforderungen eines modernen, grenzüberschreitenden Bahnverkehrs angepasst. Die Maßnahmen schaffen die Grundlage für mehr Komfort, höhere Zuverlässigkeit sowie eine langfristig stabile und leistungsfähige Verbindung zwischen Österreich, Liechtenstein und der Schweiz.
Um diese Bauarbeiten gebündelt und effizient umzusetzen, ist eine durchgehende Sperre erforderlich: Von 14. Juni bis 14. Oktober 2026 wird die rund 18 Kilometer lange eingleisige Strecke zwischen Feldkirch und Buchs SG vollständig gesperrt. Während dieser Zeit kommt es zu deutlichen Änderungen im Bahnverkehr.
Im Zentrum der Bauarbeiten steht die umfassende Sanierung der Brückenkette entlang der Strecke, die für die langfristige Betriebssicherheit wesentlich ist. Gleichzeitig wird der mittlerweile in die Jahre gekommene Bahnhof Nendeln barrierefrei umgebaut und modernisiert. In Feldkirch entsteht mit Feldkirch Tosters eine neue, barrierefreie Haltestelle, die künftig einen attraktiven Zugang zum öffentlichen Verkehr bietet. Ergänzend dazu werden entlang der Strecke Gleise und Oberleitungen erneuert und moderne Stellwerkstechnik installiert, um den Bahnbetrieb künftig effizienter und zuverlässiger zu gestalten.
Für die Dauer der Sperre wird im Nahverkehr zwischen Feldkirch und Buchs SG ein durchgehender Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Dieser verbindet alle wichtigen Orte entlang der Strecke, allerdings mit verlängerten Reisezeiten und teilweise abweichenden Haltepunkten.
Auch der internationale Fernverkehr bleibt aufrecht, ist jedoch mit Anpassungen verbunden: Ein Teil der Verbindungen wird über alternative Routen umgeleitet, wodurch sich die Fahrzeiten verlängern. Andere Verbindungen werden durch Direktbusse zwischen Feldkirch und Sargans ergänzt, wo Anschlüsse an den Schweizer Fernverkehr bestehen. Damit bleibt die Verbindung zwischen Österreich und der Schweiz während der gesamten Bauzeit durchgehend gesichert, wenn auch mit geänderten Reiseabläufen. Dafür ersuchen die ÖBB die Fahrgäste um Verständnis.
Zusätzlich kommt es im Zuge der Bauarbeiten in mehreren Gemeinden entlang der Strecke zu temporären Sperren von Eisenbahnkreuzungen, die im Zuge der Umbauarbeiten ebenfalls modernisiert werden. Für den Straßenverkehr sind in diesen Bereichen örtliche Umleitungen eingerichtet, die von allen Verkehrsteilnehmenden (KFZ, Fußgänger:innen und Radfahrer:innen) zu beachten sind.
Die ÖBB bitten alle Fahrgäste und Verkehrsteilnehmenden, sich vor Reiseantritt bzw. vor Ort über die aktuelle Situation zu informieren und ausreichend Zeit einzuplanen. Aktuelle Informationen sind online, in der ÖBB App sowie über den Kundenservice verfügbar.
Mit Abschluss der Bauarbeiten steht eine nachhaltig verbesserte Bahnstrecke zur Verfügung, die den steigenden Anforderungen im regionalen und internationalen Verkehr gerecht wird und die grenzüberschreitende Mobilität langfristig stärkt.
Marcus Ender, Regionalleiter Personenverkehr ÖBB: „Auch wenn die Sperre für unsere Fahrgäste mit Einschränkungen verbunden ist, sorgen wir mit einem eng abgestimmten Ersatzkonzept dafür, dass die Mobilität in der Region und über die Grenzen hinweg verlässlich funktioniert. Mit Schienenersatzverkehr, klaren Umleitungen und abgestimmten Anschlüssen bleibt die Verbindung zwischen Vorarlberg, Liechtenstein und der Schweiz durchgehend gewährleistet.“
Dominik Lumetzberger, Projektleiter ÖBB-Infrastruktur: „Die viermonatige Sperre ermöglicht es uns, die umfangreichen Bauarbeiten entlang der gesamten Strecke gebündelt und effizient umzusetzen und damit die Einschränkungen der Infrastruktur auf ein Minimum zu begrenzen. Mit der Sanierung der Brückenkette, der Modernisierung des Bahnhofs Nendeln, dem Neubau der Haltestelle Feldkirch Tosters sowie neuer Leit- und Sicherungstechnik schaffen wir eine nachhaltig zuverlässige Infrastruktur für den grenzüberschreitenden Bahnverkehr und bieten unseren Kunden moderne Bahnhöfe und Haltestellen, die den Umstieg auf die Bahn wesentlich erleichtern.“
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Seit über 100 Jahren gestalten die ÖBB die Mobilität. Als umfassender Mobilitäts- und Logistikdienstleister haben die ÖBB im Jahr 2025 559 Mio. Fahrgäste und rund 79 Mio.Tonnen Güter klimaschonend und umweltfreundlich an ihr Ziel gebracht. Denn der Strom für Züge und Bahnhöfe stammt zu 100 Prozent aus erneuerbarer Energie. Die ÖBB gehören mit 94,1 Prozent Pünktlichkeit im Personenverkehr zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Mit Investitionen von mehr als fünf Mrd. Euro jährlich in die Bahninfrastruktur und Flotte bauen die ÖBB am Bahnsystem für morgen. Konzernweit sorgen mehr als 48.000 Mitarbeiter:innen bei Bus und Bahn – darunter 2.145 Lehrlinge – dafür, dass täglich mehr als 1,5 Mio. Fahrgäste sicher an ihr Ziel kommen. Die ÖBB sind das Rückgrat des öffentlichen Verkehrs und bringen als Österreichs größtes Klimaschutzunternehmen im Mobilitäts- und Logistikbereich Menschen und Güter sicher und umweltbewusst an ihr Ziel. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.