25.02.2026    1 Bild

ÖBB modernisieren Eisenbahninfrastruktur in Graz: Neubau der Eisenbahnbrücke in der Herrgottwiesgasse

  • Ersatz der bestehenden Brücke durch ein neues Stahlfachwerk – Fertigstellung bis Ende Oktober 2026
  • Hauptarbeiten und Streckensperre mit Schienenersatzverkehr: 8. bis 23. August 2026
  • Neue Radwegbrücke für sichere, gerade Linienführung entlang der Bahn

Aktueller Bestand Eisenbahnbrücke Herrgottwiesgasse - Stand Februar 2026

(Graz, 24.02.2026) Die ÖBB starten mit dem Neubau der Eisenbahnbrücke in der Herrgottwiesgasse zwischen dem Grazer Hauptbahnhof und dem Grazer Ostbahnhof. Die bestehende Brücke, die im Jahr 1948 als genietet ausgeführte Stahlkonstruktion errichtet wurde, hat das Ende ihrer technischen Lebensdauer erreicht und wird durch ein modernes Stahlfachwerk ersetzt. Insgesamt investieren die ÖBB rund 4,7 Millionen Euro in dieses wichtige Infrastrukturvorhaben, dessen Fertigstellung bis Ende Oktober 2026 vorgesehen ist.

Start der Arbeiten bereits im Februar bei laufendem Bahnbetrieb
Ab Februar beginnen die Erd- und Fundamentierungsarbeiten an den Widerlagerbereichen. Zur sicheren Fundamentierung kommt ein Mikropfahlsystem zum Einsatz. Aufgrund von Bombenverdachtsfällen werden alle Arbeiten von einer Kriegsmittelaufsicht begleitet.

Hauptarbeiten mit Streckensperre im August 2026
Nach Abschluss der Fundamentierung wird die bestehende Brücke abschnittsweise abgetragen und neu aufgebaut. Anschließend wird ein Lehrgerüst über den Mühlgang und die Herrgottwiesgasse errichtet, auf dem die neue Brückenkonstruktion montiert wird.

Die neue Stahlbrücke wird in neun Einzelteilen angeliefert und in einem Längsverschubverfahren vor Ort zusammengebaut – eine Arbeitsweise, die höchste Präzision und exakte Planung erfordert. Die neuen Einzelteile wiegen jeweils rund 27 Tonnen.

Von 8. bis 23. August 2026 finden die entscheidenden Bauphasen statt. In diesem Zeitraum wird eine Gesamtstreckensperre zwischen Graz Hauptbahnhof und Gleisdorf eingerichtet. Für die Fahrgäste wird ein Schienenersatzverkehr mit Bussen organisiert.

Die zentralen Arbeitsschritte im Überblick

  • Rückbau der bestehenden Eisenbahnbrücke
  • Einhub der neuen Stahlkonstruktion in 9 Teilen zu je rund 27 Tonnen
  • Einhub der beiden Auflagerbänke mit je ca. 65 Tonnen
  • Querverschub der vollständig vormontierten Brücke (ca. 240 Tonnen) und anschließende Absenkung
  • Umrüstung auf eine Schotterbettfahrbahn, um Lärmemissionen zu reduzieren

Neue Radwegbrücke als Zusatznutzen
Parallel zum Neubau der Eisenbahnbrücke entsteht auch eine neue Radwegbrücke über den Mühlgang. Damit erhält der bestehende Radweg eine geradlinige, sichere und komfortable Führung entlang der Bahntrasse – ein klarer Mehrwert für Radfahrer:innen.

Bilder (1)

Brücke Herrgottwiesgasse
1 504 x 1 125 © ÖBB/SAE
ÖBB. Heute. Für Morgen. Für uns.
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Seit über 100 Jahren gestalten die ÖBB die Mobilität in Österreich. Als umfassender Mobilitäts- und Logistikdienstleister haben die ÖBB im Jahr 2024 511 Millionen Fahrgäste und rund 80 Millionen Tonnen Güter klimaschonend und umweltfreundlich an ihr Ziel gebracht. Denn der Strom für Züge und Bahnhöfe stammt zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien. Die ÖBB gehören mit 94 Prozent Pünktlichkeit im Personenverkehr zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Mit Investitionen von mehr als 5,4 Milliarden Euro jährlich in die Bahninfrastruktur und Flotte bauen die ÖBB am Bahnsystem für morgen. Konzernweit sorgen über 48.000 Mitarbeiter:innen bei Bus und Bahn sowie zusätzlich rund 2.000 Lehrlinge dafür, dass täglich mehr als 1,4 Millionen Fahrgäste sicher an ihr Ziel kommen. Die ÖBB sind das Rückgrat des öffentlichen Verkehrs und bringen als Österreichs größtes Klimaschutzunternehmen im Mobilitäts- und Logistikbereich Menschen und Güter sicher und umweltbewusst an ihr Ziel. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.