Wichtiger Meilenstein erreicht: Letzte nicht-technisch gesicherte Eisenbahnkreuzung wird aufgelassen.
(Mattighofen , 02. Juni 2026) – Ein weiterer bedeutender Schritt für mehr Sicherheit und eine moderne Bahnstrecke ist erreicht: Im Zuge der Elektrifizierung der Mattigtalbahn wurde mit 1. Juni 2026 die Eisenbahnkreuzung Stallhofnerstraße in Mattighofen dauerhaft aufgelassen. Damit entfällt die letzte öffentliche, nicht-technisch gesicherte Eisenbahnkreuzung entlang der gesamten Strecke. Seit Beginn der Modernisierungsmaßnahmen im Abschnitt zwischen Friedburg und Braunau haben die ÖBB insgesamt 63 Eisenbahnkreuzungen modernisiert oder aufgelassen.
Die technische Aufrüstung der Bahnübergänge ist ein zentraler Baustein für die bevorstehende Elektrifizierung und gleichzeitig ein wesentliches Sicherheitsupgrade der Strecke. „Mit der Auflassung der letzten nicht-technisch gesicherten Eisenbahnkreuzung auf der Mattigtalbahn schaffen wir ein deutliches Plus an Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer:innen. Gleichzeitig bringen wir die Elektrifizierung der Strecke konsequent voran – ein wichtiger Schritt hin zu einer modernen, klimafreundlichen Bahn im Innviertel“, so Judith Engel, Vorständin der ÖBB-Infrastruktur AG.
Entlang der Strecke werden Oberleitungsmasten errichtet, die das Sichtfeld an Eisenbahnkreuzungen einschränken können. Aus diesem Grund wurden seit 2022 sämtliche Eisenbahnkreuzungen entlang der Strecke mit Schranken- und/oder Lichtzeichenanlagen ausgerüstet oder aufgelassen.
Infrastrukturlandesrat Günther Steinkellner unterstreicht: „Mit der Modernisierung und Elektrifizierung der Mattigtalbahn investieren wir gezielt in eine sichere, leistungsfähige und zukunftsfitte Verkehrsinfrastruktur. Die Auflassung der letzten nicht-technisch gesicherten Eisenbahnkreuzung ist dabei ein wichtiger Meilenstein für mehr Sicherheit entlang der gesamten Strecke. Gleichzeitig schaffen wir mit der Elektrifizierung die Voraussetzungen für ein modernes Bahnangebot und stärken damit nachhaltig die Mobilität im Innviertel sowie den Wirtschaftsstandort der Region.”
Eisenbahnkreuzung Stallhofnerstraße aufgelassen
Mit 1. Juni 2026 wurde die Eisenbahnkreuzung Stallhofnerstraße dauerhaft gesperrt. Ein Passieren ist künftig für alle Verkehrsteilnehmer:innen – einschließlich Fußgänger:innen und Radfahrer:innen – nicht mehr möglich. Parallel dazu errichtet das Land Oberösterreich die Umfahrung Mattighofen, der Baustart dazu erfolgte bereits im Ende April. In diesem Zusammenhang entsteht die neue Überführungsbrücke Stallhofen. Für Bürgermeister Daniel Lang, Mattighofen ist klar: „Mit Fertigstellung der neuen Brücke gegen Ende des Jahres wird die Querung der Bahnstrecke einfacher und sicherer.“ Die Überführungsbrücke Stallhofen ist mit Ende 2026 befahrbar. Bis dahin erfolgt die Verkehrsführung über bestehende Umleitungsrouten.
Elektrifizierungsarbeiten im Zeitplan
Auch die Arbeiten zur Elektrifizierung sind voll im Zeitplan. Für die Errichtung der Oberleitungsanlagen und weitere Bauarbeiten ist von 13. Juli bis 4. September 2026 eine Streckensperre zwischen Friedburg und Braunau am Inn erforderlich. Während dieses Zeitraums wird ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.
Ab Fahrplanwechsel 2027/28 sind Fahrgäste zwischen Steindorf bei Straßwalchen und Braunau künftig mit 100 Prozent grünem Bahnstrom unterwegs. Mit der Modernisierung der Mattigtalbahn investieren die ÖBB nachhaltig in eine leistungsfähige und klimafreundliche Mobilität in der Region.
ÖBB. Heute. Für Morgen. Für uns.
Seit über 100 Jahren gestalten die ÖBB die Mobilität. Als umfassender Mobilitäts- und Logistikdienstleister haben die ÖBB im Jahr 2025 559 Mio. Fahrgäste und rund 79 Mio.Tonnen Güter klimaschonend und umweltfreundlich an ihr Ziel gebracht. Denn der Strom für Züge und Bahnhöfe stammt zu 100 Prozent aus erneuerbarer Energie. Die ÖBB gehören mit 94,1 Prozent Pünktlichkeit im Personenverkehr zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Mit Investitionen von mehr als fünf Mrd. Euro jährlich in die Bahninfrastruktur und Flotte bauen die ÖBB am Bahnsystem für morgen. Konzernweit sorgen mehr als 48.000 Mitarbeiter:innen bei Bus und Bahn – darunter 2.145 Lehrlinge – dafür, dass täglich mehr als 1,5 Mio. Fahrgäste sicher an ihr Ziel kommen. Die ÖBB sind das Rückgrat des öffentlichen Verkehrs und bringen als Österreichs größtes Klimaschutzunternehmen im Mobilitäts- und Logistikbereich Menschen und Güter sicher und umweltbewusst an ihr Ziel. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.