(v.l.n.r.) Vizekanzler und Wohnbauminister Andreas Babler, ÖBB-Infrastruktur AG Vorständin Silvia Angelo, stv. Vorsitzende des ÖBB-Konzernbetriebsrats Olivia Janisch, Mobilitätsminister Peter Hanke
(Wien, 2. März 2026) – Als verantwortungsvoller Arbeitgeber schaffen die ÖBB neuen, zeitgemäßen und leistbaren Wohnraum für ihre Mitarbeiter:innen. Auf Baufeld 11 des „Neuen Landguts“ nahe des Wiener Hauptbahnhofs entstehen bis 2028 insgesamt 121 moderne Wohnungen. Das Projekt verbindet soziale und ökologische Ziele: familienfreundliche Grundrisse, faire Mieten und spezielle Wohnlösungen für Schichtarbeiter:innen. Heute fand der feierliche Spatenstich mit Vizekanzler und Wohnbauminister Andreas Babler, Mobilitätsminister Peter Hanke, Silvia Angelo, Vorständin der ÖBB-Infrastruktur AG, und Olivia Janisch, stv. Vorsitzende des ÖBB-Konzernbetriebsrats statt.
„Neues Landgut“ wird zum lebenswerten StadtquartierGemeinsam mit der Stadt Wien wird das Areal „Neues Landgut“, auf dem früher unter anderem Triebfahrzeuge gewartet wurden, zu einem lebenswerten Stadtquartier entwickelt – mit Bildungscampus, Walther-Kuhn-Park und leistbarem Wohnraum. In einer Zeit, in der erschwinglicher Wohnraum zunehmend schwieriger zu finden ist, schafft das ÖBB Wohnprogramm nicht nur ein Angebot mit fairen Mieten, sondern Wohnungen, die gezielt auf die Bedürfnisse der eigenen Mitarbeiter:innen ausgerichtet sind.
„Die Schaffung von leistbarem Wohnraum ist eines der Ziele unserer Regierung. Mit Mietpreisdeckel und Mietpreisbremse haben wir regulativ eingegriffen. Aber wir dürfen den zweiten wesentlichen Faktor nicht vergessen: die gemeinnützigen und öffentlichen Bauträger drücken mit ihrem Angebot die Preise am ganzen Wohnmarkt. Die ÖBB übernehmen mit diesem Projekt damit nicht nur Verantwortung für ihre Mitarbeiter sondern für ganz Österreich. Sie mobilisieren als Bauherr Wohnraum und nehmen mit moderner und qualitativer Ausgestaltung der Wohnungen, sowie einer Mietpreisregulierung nach klaren internen Vorgaben eine Vorbildfunktion ein,“ sagt
Andreas Babler, Vizekanzler und Wohnbauminister.
Mobilitätsminister Peter Hanke betont: „Projekte wie dieses zeigen, wie wir die Zukunft des Mobilitätssektors aktiv gestalten: Moderne Infrastruktur bedeutet nicht nur gute Züge und verlässliche Verbindungen, sondern auch ein attraktives Lebensumfeld für jene Menschen, die unser System Tag für Tag am Laufen halten. Wenn wir ausgebildete Fachkräfte gewinnen und langfristig binden wollen, brauchen wir genau solche Initiativen. Für mich ist ‚ELFI im Zehnten‘ ein wichtiges Signal dafür, wie die Bahn in Österreich technisch und gesellschaftlich weiter an Stärke gewinnt.“
„ELFI im Zehnten“: Der erste Neubau seit fast 50 Jahren Das Wohnhaus „ELFI im Zehnten“, ist nach Elfriede Tungl benannt, der ersten Bauingenieurin der ÖBB. Sie war eine Pionierin ihrer Zeit und ein Symbol für Mut, technische Exzellenz und gesellschaftliche Verantwortung. Das Wohnhaus ist der erste Neubau seit fast 50 Jahren im Rahmen des ÖBB Wohnprogramms und markiert damit einen wichtigen Meilenstein im Wiederaufleben des Werkswohnungswesens.
„Mehr als die Hälfte der ÖBB Mitarbeiter:innen arbeitet im Schichtdienst – insgesamt rund 22.600 Menschen, für die guter Schlaf eine sicherheitsrelevante Voraussetzung ist“, sagt
Silvia Angelo, Vorständin der ÖBB-Infrastruktur AG. „Genau deshalb werden im Projekt ‚ELFI im Zehnten‘ rund 20 Prozent der Wohnungen speziell für Schichtarbeiter:innen entwickelt – mit getrennten Schlafbereichen, erhöhtem Schallschutz, flexibler Verdunkelung, optimierter Belüftung und einem Lichtkonzept, das natürliche Schlafrhythmen unterstützt. Die ÖBB sind damit das erste Unternehmen Österreichs, das solche Wohnungen systematisch plant und baut. Ziel des Wohnprogramms ist es, Mitarbeiter:innen mit bedarfsgerechtem Wohnraum zu unterstützen. Gleichzeitig sorgen wir mit einkommensgestaffelten Mieten dafür, dass Wohnen bei den ÖBB dauerhaft leistbar bleibt.“
Das insgesamt 5.200 Quadratmeter große Grundstück „Neues Landgut“ liegt zentral, perfekt an den Hauptbahnhof angebunden – ein Standort, an dem Wohnraum besonders dringend benötigt wird. Damit zeigen die ÖBB einmal mehr, dass sie Infrastruktur ganzheitlich denken: nicht nur im Hinblick auf Strecken, Bahnhöfe und Technik, sondern auch in Bezug auf das Lebensumfeld ihrer Mitarbeiter:innen. In einer Zeit des Generationenwechsels und steigenden Personalbedarfs unterstreicht das Unternehmen damit seine Verantwortung über den Arbeitsplatz hinaus.
Olivia Janisch, stv. Vorsitzende des ÖBB-Konzernbetriebsrats betont: „Leistbarer Wohnraum ist heute keine Selbstverständlichkeit mehr – umso wichtiger war es für uns als Konzernbetriebsrat, für den Erhalt und die Entwicklung der Eisenbahnerwohnungen einzutreten. Unsere Kolleg:innen halten den Betrieb rund um die Uhr am Laufen. Mit dem Neubau der ersten speziell auf Schichtarbeiter:innen ausgerichteten Wohnungen schaffen wir jetzt Rahmenbedingungen, welche die gerade für die Schichtarbeit so wichtige Erholung unserer Kolleg:innen ermöglichen.“
Neben Wohnraumangeboten für Mitarbeiter:innen setzen die ÖBB als einer der größten Arbeitgeber des Landes seit Jahren auf umfassende Benefits, die den Alltag erleichtern und sowohl die berufliche als auch die private Entwicklung fördern. Ein vielfältiges Aus- und Weiterbildungsprogramm, zahlreiche Gesundheitsangebote sowie familienfreundliche Rahmenbedingungen zeigen, wie ernst die ÖBB ihre Verantwortung als Arbeitgeber nehmen und wie konsequent sie jene Menschen unterstützen, die Österreich Tag für Tag in Bewegung halten.
„ELFI im Zehnten“ auf einen Blick
- 121 Wohnungen
- 20 % Schichtarbeiter:innenwohnungen
- 5 barrierefreie Wohnungen
- Wohnungsgrößen: 30–113 m², alle mit privater Freifläche (Loggia/Terrasse)
- 1 Gewerbefläche im Erdgeschoß
- Familienfreundlich & einkommensgestaffelte Mieten: kompakte Grundrisse, Miethöhenregelung des ÖBB-Wohnprogramms, hochwertige Materialien
- klimaaktiv-gold Zertifizierung
- Fokus auf erneuerbare Energien, passive Temperierung, Dach- und Fassadenbegrünung, Freiraumgestaltung und Biodiversität