02.10.2026    6 Bilder

Neues Leben für den Wasserturm in der Freien Mitte im Nordbahnviertel

  • Historischer Wasserturm ist fertiggestellt
  • Café und Gastgarten zwischen Stadtwildnis und Stadtquartier

Medientermin bei der offiziellen Fertigstellung des historischen Wasserturms (v.l.n.r.): Alexander Nikolai (Bezirksvorsteher Leopoldstadt), Jürgen Czernohorszky (Stadtrat für Klima, Umwelt, Demokratie und Personal), Michael Müller-Baatz (CPO PAUL Austria) und Max Rammerstorfer in Vertretung der Geschäftsführerin Claudia Brey (ÖBB Immobilien).

(Wien, 2. Oktober 2026) – Mit der Fertigstellung des historischen Wasserturms gewinnt das Nordbahnviertel einen neuen Treffpunkt im Grätzel. Das denkmalgeschützte Bauwerk wurde in den vergangenen Monaten behutsam revitalisiert und für eine neue Nutzung geöffnet. Mit einem Bäckerei-Café samt Gastgarten zieht künftig neues Leben in das historische Wahrzeichen in der Freien Mitte ein.

Ein Wahrzeichen des Nordbahnhofs bleibt erhalten
Der markante Backsteinturm wurde 1890 als Speicher für das Kesselwasser der Dampflokomotiven errichtet und zählt heute zu den bedeutenden Zeugnissen der Wiener Eisenbahngeschichte. Als letztes erhaltenes Bauwerk des ehemaligen Nordbahnhofs prägt er das Nordbahnviertel bis heute. „Der Wasserturm ist eines der letzten sichtbaren Zeugnisse des historischen Nordbahnhofs und ein prägendes Wahrzeichen des gesamten Quartiers. Umso mehr freut es uns, dass wir dieses denkmalgeschützte Bauwerk erhalten und behutsam für Bewohner:innen und Besucher:innen öffnen konnten. So entsteht in der Freien Mitte ein besonderer Ort mit hoher Aufenthaltsqualität, der Geschichte, Natur und modernes Stadtleben miteinander verbindet. Dem neuen Betreiber wünschen wir einen erfolgreichen Start und viele begeisterte Gäste“, sagt Claudia Brey, Geschäftsführerin ÖBB-Immobilienmanagement GmbH.

Historische Substanz mit Fingerspitzengefühl revitalisiert
Im Zuge der Sanierung wurde die historische Vollziegelfassade gereinigt, Fenster saniert beziehungsweise rekonstruiert und zahlreiche historische Details wieder sichtbar gemacht. Auch ein ehemaliger Bombentreffer aus dem Zweiten Weltkrieg bleibt als erkennbarer Zeitzeuge Teil des Bauwerks. Im Inneren wurde der Wasserturm behutsam adaptiert und um die erforderliche Infrastruktur im neu geschaffenen Kellergeschoß ergänzt. Besonders eindrucksvoll sind die Raumhöhe von rund 13 Metern sowie die Rückkehr der vier historischen Skulpturen, die einst den Hofwartesalon des Nordbahnhofs schmückten und die Städte Wien, Brünn, Olmütz und Krakau symbolisieren. Nach Jahrzehnten finden sie eine neue Heimat, die eng mit der Geschichte des Nordbahnhofs verbunden ist. 
So verbindet der revitalisierte Wasserturm seine historische Vergangenheit mit einer neuen, öffentlich zugänglichen Nutzung. Direkt an der rund zehn Hektar großen Freien Mitte gelegen, wird er künftig zum Bindeglied zwischen Stadtwildnis und urbanem Leben. Aus einem technischen Bauwerk der Eisenbahngeschichte wird damit ein öffentlich zugänglicher Ort für Gastronomie und Begegnung. Zusätzliche Baumpflanzungen, artenreiche Grünflächen und konsumfreie Aufenthaltsbereiche schaffen ein attraktives Umfeld zum Verweilen und Erholen. 

Umweltstadtrat Jürgen Czernohorszky betont: „Die Freie Mitte ist ein besonderer Ort, an dem Natur, Erholung und urbanes Leben zusammenkommen. Mit dem revitalisierten Wasserturm und dem neuen gastronomischen Angebot kommt jetzt ein weiterer Treffpunkt dazu, der die Menschen ins Grätzl einlädt und gleichzeitig die Geschichte dieses Ortes sichtbar hält. So entsteht mitten im Grünen ein lebendiger Ort der Begegnung, der die hohe Lebensqualität im Nordbahnviertel weiter stärkt.“

„Der Wasserturm gehört zum Nordbahnviertel und ist für viele Menschen ein vertrautes Wahrzeichen. Umso wichtiger ist es, dass dieses Stück Leopoldstädter Geschichte nicht nur erhalten bleibt, sondern jetzt wieder mit Leben gefüllt wird. Mit dem neuen Café entsteht ein attraktives Angebot für das Grätzl und ein Ort, an dem Nachbarinnen und Nachbarn ebenso wie Besucherinnen und Besucher gerne zusammenkommen,“ sagt Bezirksvorsteher Alexander Nikolai.

Neuer Gastronomiebetrieb im historischen Wasserturm
Mit der Eröffnung des Bäckerei-Cafés erhält der Wasserturm jene Nutzung, die bereits bei der Planung der Revitalisierung vorgesehen war. Der neue Betreiber Pauls Bakery ist für seine französischen Backwaren und seine Vorliebe zu besonderen Standorten – wie etwa im Hundertwasserhaus – bekannt.

Der rund 114 Quadratmeter große Gastraum und der großzügige Gastgarten schaffen einen einzigartigen Aufenthaltsort. Damit entsteht ein weiteres gastronomisches Angebot für Bewohner:innen und Besucher:innen im Grätzel. Der neue Mieter wird nun noch die Inneneinrichtung nach seinen Wünschen gestalten und letzte Anpassungsarbeiten durchführen. Die Eröffnung ist für Dezember 2026 geplant.

“Mit dem historischen Wasserturm haben wir einen außergewöhnlichen Ort gefunden, an dem zwei große Traditionen aufeinandertreffen: französische Back- und Genusskultur und Wiener Kaffeehauskultur. Für uns geht es um weit mehr als die Eröffnung eines neuen PAUL-Standorts. Wir möchten dieses besondere, frisch sanierte Bauwerk mit neuem Leben füllen und einen Ort schaffen, der die Menschen vom ersten Croissant am Morgen über das Mittagessen und den Kaffee am Nachmittag bis in die Abendstunden begleitet. Der Schanigarten, eingebettet in die wunderschöne Parkanlage rund um den Wasserturm, macht diesen Standort einzigartig. Unser Anspruch ist es, die Geschichte und den Charakter dieses Ortes zu respektieren und gleichzeitig ein neues Stück Wiener Genusskultur entstehen zu lassen – französisch in seinen Wurzeln, wienerisch in seinem Lebensgefühl und offen für alle, die hier zusammenkommen und genießen möchten“, erklärt Michael Müller-Baatz, CPO PAUL Austria.

Bilder (6)

20261002-Wasserturm_Aussendung-0001
8 301 x 5 534 © ÖBB / Lukas Leonte
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3 827 x 5 740 © ÖBB / Lukas Leonte
Wasserturm Revitalisierung
6 708 x 4 472 © ÖBB/Leonte
Wasserturm Revitalisierung
4 472 x 6 708 © ÖBB/Leonte
Wasserturm Revitalisierung
6 708 x 4 472 © ÖBB/Leonte
Wasserturm Revitalisierung
4 472 x 6 708 © ÖBB/Leonte
ÖBB. Heute. Für Morgen. Für uns.
ÖBB. Heute. Für Morgen. Für uns.

Seit über 100 Jahren gestalten die ÖBB die Mobilität. Als umfassender Mobilitäts- und Logistikdienstleister haben die ÖBB im Jahr 2025 559 Mio. Fahrgäste und rund 79 Mio.Tonnen Güter an ihr Ziel gebracht. Der Strom für ÖBB Züge und Bahnhöfe in Österreich stammt zu 100 Prozent aus erneuerbarer Energie. Die ÖBB gehören mit 94,1 Prozent Pünktlichkeit im Personenverkehr im Jahr 2025 zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Mit Investitionen von rund vier Mrd. Euro jährlich in die Bahninfrastruktur und Flotte (Rahmenplan 2027-2032) bauen die ÖBB am Bahnsystem für morgen. Konzernweit sorgen mehr als 48.000 Mitarbeiter:innen bei Bus und Bahn – darunter 2.145 Lehrlinge – dafür, dass täglich mehr als 1,5 Mio. Fahrgäste sicher an ihr Ziel kommen. Die ÖBB sind das Rückgrat des öffentlichen Verkehrs und bringen Menschen und Güter verlässlich an ihr Ziel. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.