14.08.2026    1 Bild 1 Audio

Modernisierung der italienischen Bahnstrecke im Kanaltal

  • Bauarbeiten der italienischen Bahn führen zu Streckensperre 
  • ÖBB nutzen das Zeitfenster für Erneuerungen der Infrastruktur in Thörl-Maglern
  • Einschränkungen im grenzüberschreitenden Nah- und Fernverkehr mit umfangreichen Ersatzangeboten und Fahrplananpassungen
  • [OT für Radiostationen im Downloadbereich]

(Villach, 14.08.2026) Im Zeitraum von Samstag, 22. August bis Sonntag, 20. September 2026, führt die italienische Infrastrukturbetreiberin Rete Ferroviaria Italiana („RFI“) umfangreiche Bauarbeiten am italienischen Schienennetz auf der Pontebbana, der wichtigen Verbindung durch das Kanaltal, zwischen Tarvisio Boscoverde und Carnia durch. Es werden Gleise erneuert sowie die technischen Anlagen modernisiert. Die Strecke ist daher in diesem Zeitraum gesperrt. Die ÖBB nutzen die Streckensperre für eigene Modernisierungsarbeiten und erneuern sechs Weichen in Thörl-Maglern.

Die Arbeiten sind ein wichtiger Schritt, um die langfristige Leistungsfähigkeit der Schieneninfrastruktur für den grenzüberschreitenden Verkehr auf der wichtigen Nord-/Süd-Verbindung zu gewährleisten. Die rund einmonatige Streckensperre wirkt sich auf den Fern- und Nahverkehrsowie den Nachtverkehr aus Österreich aus.

Um Fahrgästen auch während dieser Zeit ein zuverlässiges Mobilitätsangebot zu machen, wurden umfangreiche Schienenersatzverkehre mit Bussen geplant.

Ersatzangebote im Fernverkehr
Die Railjet-Verbindungen zwischen Wien und Villach fahren planmäßig.

  • Fernverkehrszüge nach/aus Venedig fahren zwischen Villach und Gemona del Friuli im Schienenersatzverkehr
  • Fernverkehrszüge nach/aus Triest fahren zwischen Villach und Triest im Schienenersatzverkehr
  • Nahverkehrszüge nach/aus Triest fahren zwischen Villach und Udine im Schienenersatzverkehr.
  • Nachtzüge werden über den Brenner umgeleitet und fahren zwischen Villach und Triest und zwischen Villach und Udine im Schienenersatzverkehr

Wien >< Venedig
Zwischen Villach und Gemona del Friuli wird ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Dabei steht Reisenden ein Direktbus (gelbe Linie) ohne Zwischenhalte sowie eine zusätzlicher Anschlussbus von Villach nach Tarvisio Boscoverde (rote Linie) zur Verfügung.

Zwischen Gemona del Friuli und Venedig fahren ÖBB-Züge.

Die Fahrzeiten sind auf die Busverbindungen abgestimmt, um möglichst reibungslose Anschlüsse zu gewährleisten.

Wien >< Triest
Zwischen Villach und Triest werden zwei Schienenersatzverkehre mit Bussen angeboten: Der Direktbus von Villach nach Triest (grüne Linie) ohne Zwischenhalte und der Stationsbus (blaue Linie) mit Halt in Udine Stazione, Cervignano Stazione, Trieste Aeroporto, Monfalcone Stazione.

Die Busse Richtung Italien warten in Villach nach Möglichkeit auf verspätete Züge. In Triest auf der Fahrt Richtung Österreich müssen die Busse fahrplanmäßig abfahren, ebenso die Anschlusszüge in Villach.

Ein Fahrradtransport ist in den Schienenersatzverkehrsbussen des Fernverkehrs grundsätzlich nicht möglich.

Tickets der ÖBB werden sowohl im Schienenersatzverkehr als auch im ÖBB-Zug zwischen Gemona del Friuli und Venedig anerkannt.

 

Ersatzangebote im Nahverkehr – MICOTRA bereits ab 21.08. mit Bussen

Auch die Regionalverbindungen zwischen Villach und Trieste Centrale sind betroffen. Zwischen Villach und Udine fahren anstelle der Züge Schienenersatzverkehrsbusse.

Für den MICOTRA gelten die Ersatzmaßnahmen aufgrund der Umlaufplanung bei den Zügen bereits ab 21.08. abends: für die Verbindung ab Villach um 19:00 Uhr bzw. um 19:55 stehen bereits Busse zur Verfügung. Auch das Ende der Sperre verlängert sich für den MICOTRA ab Udine bis zum 21.09.: die Früh-Verbindung um 06:50 Uhr wird noch mit Bussen abgedeckt.

Zwischen Villach und Udine verkehren ein Expressbus (braune Linie) mit Halt in Tarvisio Boscoverde und ein Stationsbus (orange Linie) mit Halt in Villach Westbahnhof, Villach Warmbad, Fürnitz, Arnoldstein, Thörl-Maglern, Tarvisio Boscoverde, Ugovizza-Valbruna, Pontebba, Carnia, Venzone und Gemona del Friuli. Ab Udine kann für die Weiterfahrt nach Triest der italienische Nahverkehr genutzt werden.

Im Gegensatz zum Fernverkehr ist die Fahrradmitnahme in den Regionalbussen möglich. Pro Bus können bis zu 30 Fahrräder transportiert werden. Die Mitnahme ist jedoch reservierungspflichtig. ÖBB-Tickets werden in allen Ersatzbussen anerkannt.

Auswirkungen im Nachtverkehr
Aufgrund der Sperre werden alle Nightjet-Verbindungen über den Brenner umgeleitet.

Stuttgart/ Wien >< Venedig
Die Halte Villach, Tarvisio Boscoverde, Udine, Pordenone, Conegliano und Treviso entfallen.

Stattdessen halten die Züge in Bozen, Verona, Vicenza und Padova.

Die Reisezeit verlängert sich um rund zweieinhalb Stunden.

Wien >< Bologna/ Rom
Die Nightjets fahren während der Sperre ausschließlich zwischen Wien und Bologna.

Die Halte Wiener Neustadt, Graz, Klagenfurt und Villach entfallen. Stattdessen werden St. Pölten, Linz, Wels, Attnang-Puchheim (nur Richtung Italien), Salzburg Süd und Innsbruck bedient. Die Reisezeit verlängert sich um rund drei Stunden.

München >< Bologna/ Rom
Während der Sperre fahren die Züge nur auf dem Abschnitt zwischen München und Bologna.

Der Halt Salzburg Hauptbahnhof entfällt. Stattdessen wird in Salzburg Süd gehalten. Die Halte Schwarzach-St. Veit, Villach und Tarvisio Boscoverde entfallen. Die Reisezeit verlängert sich ebenfalls um rund drei Stunden.

Zwischen Bologna und Rom können Reisende die Züge der italienischen Bahnen nutzen. Dafür ist ein eigenes Ticket erforderlich. Nightjet-Tickets werden auf diesem Streckenabschnitt nicht anerkannt.

Kund:inneninfo
Mit den umfangreichen Ersatzmaßnahmen setzen die ÖBB alles daran, die Auswirkungen für Reisende so gering wie möglich zu halten und auch in dieser Zeit ein zuverlässiges Mobilitätsangebot zu gewährleisten. Weiterführende Informationen sind auf Sperre Tarvisio - Udine - ÖBB verfügbar. Die ÖBB ersuchen die Reisenden, sich vor Fahrtantritt in der elektronischen Fahrplanauskunft oder beim ÖBB-Kund:innenservice unter der Nummer 05-1717 im Detail zu informieren. Für allfällige Unannehmlichkeiten bitten die ÖBB um Verständnis.

Bilder (1)

Symbolfoto Gleisarbeiten
1 920 x 913 © ÖBB

ÖBB. Heute. Für Morgen. Für uns.
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Seit über 100 Jahren gestalten die ÖBB die Mobilität. Als umfassender Mobilitäts- und Logistikdienstleister haben die ÖBB im Jahr 2025 559 Mio. Fahrgäste und rund 79 Mio.Tonnen Güter klimaschonend und umweltfreundlich an ihr Ziel gebracht. Denn der Strom für Züge und Bahnhöfe stammt zu 100 Prozent aus erneuerbarer Energie. Die ÖBB gehören mit 94,1 Prozent Pünktlichkeit im Personenverkehr zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Mit Investitionen von mehr als fünf Mrd. Euro jährlich in die Bahninfrastruktur und Flotte bauen die ÖBB am Bahnsystem für morgen. Konzernweit sorgen mehr als 48.000 Mitarbeiter:innen bei Bus und Bahn – darunter 2.145 Lehrlinge – dafür, dass täglich mehr als 1,5 Mio. Fahrgäste sicher an ihr Ziel kommen. Die ÖBB sind das Rückgrat des öffentlichen Verkehrs und bringen als Österreichs größtes Klimaschutzunternehmen im Mobilitäts- und Logistikbereich Menschen und Güter sicher und umweltbewusst an ihr Ziel. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.