Ausbau des Terminal Wels auf Kurs - Montage der neuen Portalkrane gestartet
(Wels, 27. Oktober 2026) Am INFRA-Terminal in Wels nimmt die neue Umschlagtechnik sichtbar Gestalt an: Mit der Anlieferung der beiden neuen Portalkrane wurde ein weiterer wichtiger Meilenstein erreicht. In insgesamt 53 Lieferungen kamen die riesigen Bauteile am Standort an. Dazu zählen vier bis zu 39 Meter lange und bis zu 41 Tonnen schwere Hauptträger. Am Boden vormontiert sind die Anlagen inzwischen aufgerichtet und sichtbar. Für die technische Ausstattung werden unter anderem zehn Kilometer Kabel und 56 Kameras verbaut. Was aktuell noch wie ein gigantischer Bausatz aussieht, wird schon bald zu moderner Terminaltechnik.
Neue Krane als Herzstück des Terminals
Nach ihrer Inbetriebnahme bilden die beiden neuen Portalkrane das Herzstück des Terminals. Sie schaffen die Voraussetzungen für eine leistungsfähigere und effizientere Abwicklung des Güterverkehrs. Neben der neuen Umschlagtechnik setzen die ÖBB auf eine umfassende Digitalisierung der Abläufe. Systeme wie Video-Gates sowie automatisierte Ein- und Ausfahrtsprozesse sorgen künftig für mehr Transparenz, Sicherheit und Effizienz im Betrieb.
Ausbau liegt im Plan
Die ÖBB investieren gemeinsam mit der Europäischen Union rund 68 Millionen Euro in den Ausbau des Terminals Wels. Ziel ist es, den Standort zu einer modernen und digital vernetzten Drehscheibe für den europäischen Güterverkehr weiterzuentwickeln. Parallel zur Kranmontage laufen derzeit Arbeiten an den Umschlagflächen im Terminalbereich sowie der Ausbau der Fernsteuerstände im Terminalgebäude. Das neue Verwaltungs- und In-Gate-Gebäude wurde bereits im Oktober 2025 fertiggestellt und in Betrieb genommen. Der Abschluss der Ausbauarbeiten und die vollständige Inbetriebnahme des modernisierten Terminals sind für Mitte 2027 vorgesehen.
Moderne Logistikdrehscheibe
Künftig ermöglichen verlängerte Ladegleise und eine erweiterte Kranbahn einen effizienteren Umschlag, kürzere Standzeiten und eine bessere Auslastung der vorhandenen Kapazitäten.
Moderne Umschlagtechnik und optimierte Betriebsabläufe schaffen so die Voraussetzung für höheren Umschlag in kürzerer Zeit mit geringerem Aufwand. Durch die direkte Anbindung an die Weststrecke können Güterzüge künftig den Terminal von beiden Seiten erreichen. Dadurch werden Betriebsabläufe vereinfacht und die Leistungsfähigkeit des Standorts weiter gesteigert. Das Terminal leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Verlagerung von Transporten von der Straße auf die Schiene.