(Innsbruck, 29. 06. 2026) - Die Brennerstrecke zählt zu den wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen Europas. Die topografisch anspruchsvolle Lage, Schnee, Frost und das steigende Verkehrsaufkommen hinterlassen Spuren. Um auch in Zukunft Personen- und Güter rasch und pünktlich über den Brenner führen zu können, sind Erhaltungsarbeiten erforderlich. Die ÖBB nutzen nun kurzfristig im kommenden Sommer ein „Wartungsfenster“ auf italienischer Seite und werden in der zweiten Julihälfte dringend erforderliche Bautätigkeiten durchführen. Der Schwerpunkt der Arbeiten liegt dabei in der notwendigen Sanierung von Frostschäden im Mühltaltunnel. Gleichzeitig wird in dem Zeitraum auch die Instandhaltung der Gleisanlagen im Bereich zwischen Patsch und Brenner eingetaktet.
Streckensperre zwischen Steinach und Brenner, Auswirkungen Nahverkehr
Die Bauarbeiten an der Brennerstrecke sind in zwei Phasen geteilt. Ab 18. Juli ist aufgrund der Baustellen der italienischen Bahn die Einfahrt in den Bahnhof Brenner nicht möglich. Daher fahren alle Nahverkehrszüge nur bis bzw. ab Gries am Brenner, um insbesondere Pendler:innen ein Umsteigen zu ersparen. Für alle Fahrgäste, die zum Brenner müssen, wird zwischen Steinach und Brenner im Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Die ÖBB „nützen“ die Sperre auch für eine erste Arbeitsphase zwischen den Bahnhöfen Steinach und Brenner. Auch der Fahrradtransport wird eingeschränkt möglich sein, die Details sind in den Fahrplänen ersichtlich.
Gesamtsperre Innsbruck Hauptbahnhof – Brenner, Auswirkungen Nahverkehr
In Phase zwei von 23. Juli bis 1. August ist schließlich auch der Abschnitt von Innsbruck bis zum Brennerpass für Bauarbeiten gesperrt. Der Schienenersatzverkehr im Nahverkehr fährt zwischen Innsbruck Hauptbahnhof und dem Bahnhof Brenner. In Südtirol ist zwischen Brenner und Brixen ebenfalls ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. Diese Verbindungen bieten eingeschränkt die Möglichkeit zur Fahrradmitnahme an. Für die Anbindung von St. Jodok wird ein Pendelverkehr mit Kleintaxi eingerichtet.
Schienenersatzverkehr zwischen Bozen und Innsbruck vom 17. Juli bis 1. August
Aufgrund der Bautätigkeit an der Brenner-Südrampe können auch die Fernverkehrszüge zwischen Innsbruck und Bozen teilweise bereits ab 17. Juli bis 1. August nicht fahren. Der Schienenersatzverkehr mit Bussen wird direkt zwischen den beiden Landeshauptstädten geführt. Eine Fahrradmitnahme in den Ersatzbussen für den Fernverkehr ist leider nicht möglich.
Alle Informationen aktuell in der elektronischen Fahrplanauskunft
Die ÖBB ersuchen die Reisenden im Nah- und Fernverkehr, sich vor Fahrtantritt in der elektronischen Fahrplanauskunft im Detail zu informieren. Für allfällige Unannehmlichkeiten für Fahrgäste und Anrainer:innen durch die Bauarbeiten bitten die ÖBB um Verständnis. Auf den gesperrten Bahnstrecken ist jederzeit mit Schienenverkehr durch Bauzüge zu rechnen.
ÖBB. Heute. Für Morgen. Für uns.
Seit über 100 Jahren gestalten die ÖBB die Mobilität. Als umfassender Mobilitäts- und Logistikdienstleister haben die ÖBB im Jahr 2025 559 Mio. Fahrgäste und rund 79 Mio.Tonnen Güter klimaschonend und umweltfreundlich an ihr Ziel gebracht. Denn der Strom für Züge und Bahnhöfe stammt zu 100 Prozent aus erneuerbarer Energie. Die ÖBB gehören mit 94,1 Prozent Pünktlichkeit im Personenverkehr zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Mit Investitionen von mehr als fünf Mrd. Euro jährlich in die Bahninfrastruktur und Flotte bauen die ÖBB am Bahnsystem für morgen. Konzernweit sorgen mehr als 48.000 Mitarbeiter:innen bei Bus und Bahn – darunter 2.145 Lehrlinge – dafür, dass täglich mehr als 1,5 Mio. Fahrgäste sicher an ihr Ziel kommen. Die ÖBB sind das Rückgrat des öffentlichen Verkehrs und bringen als Österreichs größtes Klimaschutzunternehmen im Mobilitäts- und Logistikbereich Menschen und Güter sicher und umweltbewusst an ihr Ziel. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.